Es ist das zentrale und berechtigte Anliegen von Patienten, dass eine Behandlung im Krankenhaus in der bestmöglichen Qualität durchgeführt wird. Viele Abteilungen, Kliniken und Zentren im Leopoldina-Krankenhaus werden deshalb von unabhängigen Zertifizierungsstellen regelmäßig hinsichtlich anerkannter Normen und Standards überprüft. Die im Anschluss zugesprochenen Zertifikate belegen die Einhaltung und erfolgreiche Umsetzung der hohen Qualitätsanforderungen.
Die Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 ist national und international die meist verbreitete und bedeutendste Norm im Qualitätsmanagement. Eine Zertifizierung nach ISO 9001 ist für Unternehmen und Organisationen aller Größen und in allen Branchen möglich und bildet die Basis für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des unternehmensinternen Qualitätsmanagementsystems. Im Leopoldina-Krankenhaus sind folgende Abteilungen und Kliniken nach DIN ISO 9001 vom TÜV Süd zertifiziert.
Angesichts der globalen Herausforderungen im Bereich Ressourcenschonung, steigender Energiekosten und Klimaschutz kommt einem professionellen Energiemanagement im Krankenhaus eine immer größere Bedeutung zu. Krankenhäuser gehören zu den energieintensivsten Einrichtungen im öffentlichen Sektor – rund um die Uhr müssen komplexe technische Anlagen betrieben, eine stabile Energieversorgung gewährleistet und höchste hygienische sowie medizinische Standards eingehalten werden.
Um diesen Anforderungen wirtschaftlich und zukunftssicher begegnen zu können, betreiben wir ein systematisches Energiemanagement, das sich an den Vorgaben der DIN EN ISO 50001 orientiert. Die Strukturen und Prozesse dieses Managementsystems ermöglichen es uns, den Energieverbrauch transparent zu erfassen, Einsparpotenziale zu identifizieren und technische Optimierungen gezielt umzusetzen. Dabei setzen wir auf moderne Gebäudeleittechnik, effiziente Anlagentechnik, intelligente Regelstrategien sowie ein engmaschiges Monitoring, das eine kontinuierliche Verbesserung unterstützt.
Technik allein reicht jedoch nicht aus – auch organisatorische Abläufe und das Engagement aller Mitarbeitenden spielen eine zentrale Rolle. Daher verstehen wir Energiemanagement als integralen Bestandteil unseres Krankenhausbetriebs, der interdisziplinär gedacht und gelebt wird. Unser Ziel ist es, Betriebskosten zu senken, Umweltwirkungen zu minimieren und gleichzeitig eine zuverlässige, sichere und leistungsfähige Energieversorgung für Patienten, Personal und medizinische Prozesse sicherzustellen.
OnkoZert ist ein unabhängiges Institut, das im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft das Zertifizierungssystem zur Überprüfung von Organkrebszentren und Onkologischen Zentren betreut. Ziel der Deutschen Krebsgesellschaft ist es, die Entstehung von onkologischen Zentren mit einem festgelegten qualitativen Anspruch auf freiwilliger Basis zu fördern und somit die Versorgung von Krebspatienten zu verbessern. In onkologischen Zentren werden betroffene Patienten ganzheitlich und in allen Phasen der Erkrankung betreut und versorgt. Im Leopoldina-Krankenhaus sind folgende Zentren und kooperierende Abteilungen nach den Vorgaben der DKG zertifiziert:
Alle Haupt- und Kooperationspartner wie beispielsweise die Strahlentherapie und Radioonkologie, Pathologie, Radiologie und Neuroradiologie oder Sozialdienst werden ebenfalls zertifiziert. Eine detaillierte Auflistung der Haupt- und Kooperationspartner können auf der Homepage des Onkologischen Zentrums eingesehen werden.
In der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie steht eine patientenorientierte, sichere und qualitativ einwandfreie Behandlung unserer Patienten an erster Stelle. Unsere Qualität im EndoProthetikZentrum für die Bereiche Hüfte, Knie und Schulter lassen wir deshalb kontinuierlich nach den Richtlinien von EndoCert, der für diesen Bereich in Deutschland führenden Zertifizierungsstelle prüfen und bestätigen.
Dabei werden alle Faktoren, die nach aktuellem Stand der Wissenschaft, die Qualität der Leistungserbringung beeinflussen, von externen Gutachtern überprüft. Nur Kliniken, die die hohen geforderten Standards einhalten, die die Anforderungen an Struktur,- Prozess- und Ergebnisqualität erfüllen und deren Operateure über eine hervorragende Expertise verfügen, dürfen sich EndoProthesenZentrum nennen. Viele weitere Informationen finden Sie auf den Seiten unseres EndoProthesenZentrum Leopoldina Schweinfurt.
Seit 2017 sind wir als Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie eines der ersten nach den Kriterien der Deutschen Assoziation für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie durch Clarcert zertifiziertes Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie in der Region.
Ein zertifiziertes Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie erfüllt im Rahmen eines fest definierten Prozesses alle Anforderungen für die Durchführung von Eingriffen an Fuß und Sprunggelenk. Zudem verfügt ein Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie über erfahrene Operateure. Die festgelegten Behandlungspfade und transparenten Prozesse erhöhen neben der Behandlungsqualität auch die Patientensicherheit in einem zertifizierten Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie.
Das Ziel, jedem Schwerverletzten in Deutschland rund um die Uhr die bestmögliche Versorgung unter standardisierten Qualitätsmaßstäben zu ermöglichen, setzt fachliche Kompetenz und erprobte Versorgungskonzepte höchster Qualität voraus. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie hat als Konsequenz ein Konzept zur Einrichtung von an die örtlichen Gegebenheiten angepassten Netzwerken von Kliniken zur Schwerverletztenversorgung entwickelt. Die Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie im Leopoldina-Krankenhaus ist seit 2008 zertifiziertes regionales Traumazentrum der DGU im Traumanetzwerk Nordbayern-Würzburg und damit eine Referenzklinik für die Behandlung schwerstverletzter Patienten der gesamten Region.
Nach aktueller wissenschaftlicher Datenlage ist die Versorgung des Schlaganfalls in einer auf die Schlaganfall-Behandlung spezialisierten Klinik für den Patienten am besten geeignet. In Deutschland ist die Bezeichnung "Stroke Unit" oder auch "Schlaganfall-Station" gesetzlich allerdings nicht geschützt. Eine leitliniengerechte Schlaganfall-Behandlung ist also nicht automatisch garantiert. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) hat daher gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ein Zertifizierungsverfahren für Schlaganfall-Stationen entwickelt, in dem Strukturqualitätskriterien und Prozessqualitätskriterien systematisch geprüft werden. Ziel ist es, die Qualität von Schlaganfall-Stationen zu fördern und in einem unabhängigen Zertifizierungsverfahren nachzuweisen und transparent nach außen darzulegen. Schlaganfall-Stationen werden in einem professionellen Verfahren in Anlehnung an standardisierte Qualitätsmanagement-Systeme zertifiziert. Die Stroke Unit im Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt ist als überregionale Spezialstation nach den Kriterien der Deutschen Schlaganfallgesellschaft seit 2010 zertifiziert und erfüllt alle Kriterien.
Die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) stellt die zentrale
Qualitätssicherungsstelle für jede Form radiologischer Intervention dar. Derzeit ist eine Teilnahme freiwillig. Die Klinik für Radiologie und Neuroradiologie im Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt hat im Jahr 2014 erfolgreich am bundesweiten Qualitätssicherungsprogramm für radiologische Interventionen der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) teilgenommen.
Die Chest Pain Unit (CPU, deutsch: Brustschmerzeinheit oder Brustschmerzambulanz) ist eine Diagnostik- und Therapieeinheit, in der Patientinnen und Patienten mit akuten Brustschmerzen versorgt werden. Durch standardisierte diagnostische Abläufe wird mit minimaler zeitlicher Verzögerung überprüft, ob eine zeitkritische Herzerkrankung ursächlich für die Brustschmerzen ist. Ziel einer Chest Pain Unit ist es also, einen akuten oder neu aufgetretenen unklaren Thoraxschmerz ohne Zeitverlust und effektiv abzuklären.
Der akute Herzinfarkt ist in den meisten Industrienationen, so auch in Deutschland, immer noch die häufigste Todesursache. Dabei kann ein Herzinfarkt überlebt werden. Wichtigster Faktor ist hier die Zeit. Dem schnellen Erkennen und Einleiten der adäquaten Therapie kommt eine Bedeutung zu, die nicht hoch genug einzuschätzen ist. Genau darauf sind Chest Pain Units spezialisiert.
Räumliche und apparative Voraussetzungen mit dem Einsatz modernster medizinischer Technologien, die konsequente Qualifikation des Personals durch spezielle Schulungen, sind die Grundlage für höchste Qualitätsstandards. Die Ausstattung mit zwei Katheter-Laboren, kurze Wege, eine hohen Anzahl an invasiv tätigen Kardiologen und die effiziente enge Verzahnung zwischen der Medizinischen Klinik 1 und der Zentralen Notaufnahme garantieren eine schnelle Diagnosestellung und Einleitung der notwendigen Therapiemaßnahmen.