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Informationen rund um die Radiologie und Neuroradiologie

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen eine Reihe von Informationen rund um die Radiologie zur Verfügung.

Computertomographie

Mit unserem modernen 128-Zeilen-Computertomographen können alle Regionen und Organe des menschlichen Körpers – von Kopf bis Fuß – mit hochauflösenden Schnittbildern dargestellt werden. read more

Dies ist für die Erkennung und Versorgung von akuten Erkrankungen und Verletzungen genauso wichtig, wie bei chronischen oder tumorbedingten Leiden.

Durch die besonders hohe Auflösung und die Möglichkeit der 3-dimensionalen Nachbearbeitung von CT-Daten eignet sich diese Methode besonders für:

  • schnelle und effiziente Diagnostik von Schwerverletzten (Polytraumata)
  • Zeitkritische Erkrankungen, wie z.B. den akuten Schlaganfall oder schwere Blutungen
  • Verlaufskontrollen von onkologischen Patienten unter Therapie
  • Beurteilung kleinster Veränderungen im Millimeterbereich, wie z.B. Lungengerüst- oder Innenohrerkrankungen
  • Nicht-invasive Untersuchung der Herzkranzarterien (Coronar-CTA)

 

 CT-Verlaufskontrolle eines Patienten mit Lungen- und Lebermetastasen unter Chemotherapie (linke Bildhälfte vor Beginn der Therapie, rechte Bildhälfte unter Therapie). Die Größenreduktion der Metastasen belegt die Wirkung der Therapie.

 

 

 „CT-Polytrauma-Spirale“ bei einem Patienten nach Verkehrsunfall. Zu erkennen sind mehrere Knochenbrüche an den Oberarm- und Oberschenkelknochen.

 

 

Nicht-invasive Untersuchung der Herzkranzgefäße mittels „Coronar-CT-Angiographie“. Über eine Infusionsnadel in der Ellenbeuge wird ein jodhaltiges Kontrastmittel gespritzt, während der Computertomograph Aufnahmen der Herzkranzgefäße anfertigt. Dieses Verfahren eignet sich in ausgewählten Fällen, z.B. um das Vorliegen von Verengungen (Stenosen) an den Herzkranzgefäßen zu beurteilen. Am Leopoldina-Krankenhaus werden Herz-CT-Untersuchungen in enger Zusammenarbeit von Ärzten der Kardiologie und Radiologie interdisziplinär durchgeführt. In dem hier zu sehenden Beispiel sind zwei Verkalkungen an der rechten Herzkranzarterie mit grünen Pfeilen markiert. Die Verkalkungen führen jedoch nicht zu einer höhergradigen Einengung des Gefäßes.

 

Durch den Einsatz dynamischer CT-Untersuchungen können auch Informationen über die Funktion von Organen gewonnen werden. Hierzu gehören z.B. die Darstellung der Organdurchblutung (Perfusion und 4d-CTA) oder der Bewegungen des Herzmuskels oder der Herzklappen.

 

Perfusions-CT eines Patienten mit einem akutem Schlaganfall.

 

 

4d-CTA eines Patienten mit einem akuten Verschluss der linken (im Bild rechts), mittleren Hirnschlagader. Zu erkennen ist die verzögerte Durchblutung der linken Hirnhälfte über Umgehungskreisläufe. Hier als Filmsequenz!

 

 

4d-Darstellung eines schlagenden Herzens bei einem Patienten mit künstlicher Aortenklappe. Es lassen sich große „Vegetationen“(Bakterienkolonien) an der künstlichen Klappe erkennen. Hier als Filmsequenz!

Diagnostik und Behandlung von Dialyseshunts

Patienten mit weit fortgeschrittenem Funktionsverlust der Nieren sind auf regelmäßige (bis zu 3 x pro Woche) Dialysebehandlungen („Blutwäsche“) angewiesen. read more

Für die Dialyse werden oft künstliche „Kurzschlussverbindungen“ (Shunts) zwischen Venen und Arterien operativ an den Armen angelegt. Diese Shunts sichern den hohen Blutfluss, der für die Dialysebehandlung benötigt wird.

Im Laufe der Zeit kommt es bei einigen Dialysepatienten zu Verengungen (Stenosen) der Shunts oder der nachgeschalteten abführenden Venen. Durch diese Stenosen reduziert sich der Blutfluss im Shunt, und Dialysebehandlungen dauern länger oder werden schließlich unmöglich, sodass ggf. ein neuer Shunt an einer anderen Körperstelle angelegt werden muss.

 

Hochgradige Engstelle (Stenose, linke Bildhälfte) an einer Oberarmvene, kurz oberhalb des Shunts (rechter Bildhälfte).

 

Durch minimal-invasive, interventionell-radiologische Techniken können Shunt-Stenosen

erfolgreich behandelt werden. Hierfür wird in der Regel ein 1-3mm dicker Katheter in den Shunt - unter örtlicher Betäubung – eingebracht. Über diesen Katheter wird die Stenose mit einem Ballon aufgedehnt.

 

 

Aufdehnung der Stenose mit einem Ballon.

 

 

Kontrolle nach erfolgreicher Aufdehnung der Stenose. Der Shunt kann sofort wieder zur Dialyse genutzt werden.

 

Anschließend werden Ballon und Katheter entfernt und die Punktionsstelle mit einem Verband versorgt.  Eine Anschlussdialyse ist oft noch am gleichen Tag möglich.

Akutbehandlung des schweren Schlaganfalls durch mechanische Entfernung eines Blutgerinnsels

Der Schlaganfall ist in den industrialisierten Ländern die dritthäufigste Todesursache. Mehr als 350.000 Patienten werden jedes Jahr in Deutschland in einem Krankenhaus an einem Schlaganfall behandelt. read more

Und ca. 60.000 Menschen in Deutschland sterben pro Jahr an den Folgen eines Schlaganfalls. Der Schlaganfall zählt zu den Hauptursachen einer permanenten Pflegebedürftigkeit.

 

Ein Schlaganfall entsteht durch eine Blut-Minderversorgung des Gehirns. Ursachen sind meist wenige Millimeter große Blutgerinnsel (Thromben), die eine Hirnschlagader verstopfen. In den ersten 4,5 Stunden nach Beginn eines Schlaganfalls, können Patienten an spezialisierten Schlaganfallzentren (Stroke Units) – wie z.B. am Leopoldina-Krankenhaus – mit einer speziellen Therapie behandelt werden. Bei dieser Therapie wird dem Patienten ein Medikament – die sogenannte i.v.-Lyse - verabreicht, welches dem Körper hilft, Blutgerinnsel aufzulösen und die Durchblutung des Gehirns wieder herzustellen.

 

 Perfusions-CT eines Patienten mit einem akuten Schlaganfall.

 

Bei besonders schweren Schlaganfällen, welche in der Regel durch besonders große Blutgerinnsel hervorgerufen werden, kann es sein, dass eine alleinige Therapie mit i.v.-Lyse nicht schnell genug zu einer Wiederherstellung der Durchblutung führt. Dann droht die Gefahr, dass das Gehirn unwiederbringlich schwer geschädigt wird. In diesen schweren Fällen (ca. 1-2% aller Schlaganfälle) kann es sinnvoll sein, zusätzlich zur i.v.-Lyse, das Blutgerinnsel auf dem Katheterweg mechanisch zu entfernen.

 

 

Katherterbehandlung (Angiographie) eines Patienten mit schwerem Schlaganfall durch ein Blutgerinnsel in der mittleren Hirnschlagader. Das linke Bild zeigt die Hirndurchblutung zu Beginn des Eingriffs. Das rechte Bild zeigt die Durchblutung nach Entfernung des Blutgerinnsels und Wiederherstellung der ursprünglichen Hirndurchblutung durch mechanische Entfernung des Gerinnsels.

 

Hierfür wird über einen 2-3 mm großen Einstich in einer Leistenschlagader ein Katheter (ähnlich dem Herzkatheter) von einem Radiologen bis zur verstopften Hirnschlagader - unter Kontrolle durch Röntgendurchleuchtung (Angiographie) - vorgeschoben. Dort wird dann, unter Verwendung filigraner Werkzeuge, welche teilweise einen Durchmesser von weniger als 0,2 mm haben, versucht das Blutgerinnsel zu bergen bzw. abzusaugen.

 

 

Angiographiebild während der Anwendung eines sogenannten „Stent-Retrievers“, dessen zwei Enden mit weißen Pfeilen markiert sind.

 

 

Das Bild zeigt ein Blutgerinnsel (Thrombus) nach der Entfernung aus der Hirnschlagader. Der hellblaue Schlauch zwischen Daumen und Zeigefinger ist der 1,8 mm dicke Mikrokatheter, mit dem der „Stent-Retriever“ (am Ende des Katheters) in der Hirnschlagader positioniert wurde. Im Stent-Retriever kann man den dunkelroten Thrombus erkennen.

 

Oft gelingt die Entfernung des Blutgerinnsels schnell genug und ein schwerer Schlaganfall kann in einen leichteren Schlaganfall - mit nur geringen Einschränkungen in der Lebensqualität der Patienten - reduziert werden.

Verschluss von Gefäßaussackungen (Aneurysmata) des Gehirns mit Platinspiralen (Colis) auf dem Katheterweg, z.B. nach Hirnblutung

Aussackung der Schlagadern des Gehirns, sogenannte Aneurysmata, entstehen gehäuft an den Aufzweigungen der Hirnbasisarterien. read more

Sie können eine Größe zwischen einem Millimeter und einigen Zentimetern erreichen. Viele Aneurysmata bleiben lebenslang unauffällig/asymptomatisch. Einige Aneurysmata jedoch können platzen und zu lebensbedrohlichen Hirnblutungen führen. Andere können aufgrund ihrer Lage im Gehirn Hirnnerven irritieren und zu deren Funktionsverlust führen, was sich z.B. in Doppelbildern äußert.

Um das Blutungsrisiko zu minimieren, können Aneurysmata behandelt bzw. vom Blutstrom ausgeschaltet werden. Je nach Lokalisation des Aneurysmas im Gehirn und dessen Form kann dieses entweder durch eine Gefäßklemme (Clip) im Rahmen einer neurochirurgischen Operation (siehe hierzu auch Informationen auf der Seite der Neurochirurgie am Leopoldina) oder auf dem Katheterwege durch einen Neuroradiologen mit Platinspiralen (Coils) und / oder Gefäßstützen (Stents) behandelt werden. Welches die am besten für einen Patienten geeignete Behandlungsart ist, wird am Leopoldina Krankenhaus individuell für jeden Patienten interdisziplinär durch Neurochirurgie und Neuroradiologie besprochen und danach eine gemeinsame Empfehlung abgegeben.

 

Computertomographie des Schädels bei einem Patienten mit Hirnblutung aus einem Aneurysma.

 

Katheterangiographie eines Aneurysmas (Pfeil) an der vorderen Hirnschlagader vor der Behandlung mit Platinspiralen (Coils).

 

Katheterangiographie des gleichen Aneurysmas wie oben nach Ausstopfen mit Plantinspiralen (Pfeil).

 

Aufweitung von Arterien und ggf. Einlage von Gefäßstützen (Stents) bei arterieller Verschlusskrankheit

Verengungen oder Verschlüsse der Becken- und Beingefäße können zu schwerwiegenden Durchblutungsstörungen führen. read more

Neben einer Beeinträchtigung der Gehstrecke (Schaufensterkrankheit) kann es auch zu offenen, nur noch schlecht abheilenden Wunden an den Füßen und Unterschenkeln kommen. Um die Durchblutung und Heilung zu verbessern, können viele Verengungen auf dem Katheterwege mit Ballons und ggf. Gefäßstützen (Stents) oder durch eine gefäßchirurgische Operation (z.B. Bypass) beseitigt werden. Welches das individuell am besten geeignete Verfahren ist wird, interdisziplinär zwischen Gefäßchirurgie, Radiologie und ggf. Angiologie besprochen und eine Empfehlung ausgesprochen.

 

Katheterangiographie eines Patienten mit offener Wunde am Vorfuß und arterieller Verschlusskrankheit. Das linke Bild zeigt einen kurzstreckigen Verschluss (Pfeil) einer Ader auf Niveau des Sprunggelenks. Das mittlere Bild zeigt die Aufdehnung des Verschlusses mit einem Ballon (Pfeilspitze) und das rechte Bild das wiedereröffnete Gefäß nach der Behandlung.

 

Hilfreiche und interessante Links

Wir haben für Sie an dieser Stelle einige hilfreiche und interessante read more

Links zusammengestellt, die Ihnen viele weitere Tipps und Anregungen liefern können.

 

Deutsche Röntgengesellschaft

Deutsche Gesellschaft für interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie

Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie