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Schwerpunkte der Medizinischen Klinik 2

Verschaffen Sie sich einen kurzen Überblick über die Schwerpunkte der Medizinischen Klinik 2. Um detailliertere Informationen über ein Gebiet zu erhalten, klicken Sie einfach auf den [ mehr ] - Link unter dem betreffenden Absatz.

Gastroenterologie und Hepatologie

Dieses Teilgebiet der Inneren Medizin beschäftigt sich mit Erkrankungen von Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm sowie denen der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse. read more

Speziell auf dem Gebiet der Gallenwegserkrankungen hat sich die Abteilung einen Ruf als Zuweisungs- und Referenzzentrum für viele Krankenhäuser der Umgebung erarbeitet und bietet auf diesem Sektor eine ganzjährige 24 Stunden-Bereitschaft, um bei akuten Problemen wie etwa einer durch einen Gallenstein ausgelösten Bauchspeicheldrüsenentzündung (biliäre Pancreatitis) jederzeit kompetente Hilfe anzubieten (ERCP- Bereitschaft).

Die gleiche permanente Bereitschaft besteht für Patienten mit einer akuten Blutung aus dem Magen-Darm-Trakt. (GI- Blutung). In diesen Situationen kann auf endoskopischem Weg (endoskopische Blutstillung) in nahezu allen Fällen ohne Operation eine für den Patienten oft lebensbedrohliche Situation beherrscht werden. Hierbei besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Ärzten der Medizinischen Intensivstation und ggf. der Anästhesie. Auch auf diesem Sektor sind wir Kooperationspartner benachbarter Krankenhäuser.

Neben den genannten akuten Krankheitsbildern werden bei uns chronische Erkrankungen regelmäßig und mit großer Erfahrung behandelt. Dazu gehören z.B. chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie die Colitis ulcerosa und der Morbus Crohn ebenso wie die verschiedenen Formen der Lebererkrankung (Hepatitis B, Hepatitis C, Lebercirrhose, Autoimmunhepatitis).

Ein sehr wichtiger Arbeitsbereich ist die Früherkennung von Tumorerkrankungen oder ihrer Vorstufen. Dies bezieht sich vor allem auf den Dickdarmkrebs mit seinen Vorstufen, den Adenomen, sowie auf den Magen- und Speiseröhrenkrebs. Für beide Regionen des Verdauungstraktes setzen wir neben den allgemein üblichen endoskopischen Verfahren auch Chromoendoskopie und Endosonographie ein. Diese und andere zur Behandlung verwendeten Diagnostik- und Therapieverfahren finden Sie im Kapitel der Funktionsabteilung näher erläutert.

 

Endoskopie und Gastrolabor

Die endoskopische Funktionsabteilung besteht aus insgesamt vier Endoskopieräumen, wobei ein Raum ganztägig für Interventionen unter Röntgen-Durchleuchtung zur Verfügung steht. read more

Z.B. ERCP/PTCD, Doppelballonenteroskopien, Bougierungen und andere komplexe Therapien. Ergänzend gibt es zwei Sonographieräume, ein Funktionslabor und einen Aufwachraum zur optimalen Überwachung nach der Endoskopie.

 

Sämtliche Endoskopieverfahren werden im Normalfall unter Sedierung und kontinuierlicher Überwachung durchgeführt. Zusätzlich können instabile Patienten, Säuglinge und Kinder in Kurznarkose mittels anästhesiologischer Unterstützung endoskopiert werden.

 

Die hygienischen Anforderungen an die Abteilung genügen höchsten Ansprüchen, wobei selbstverständlich regelmäßig mikrobiologische Abstrichuntersuchungen und interne Hygienekontrollen durchgeführt werden.

 

Aktuell wurde für das Endoskopiezentrum die neueste Version der Pentax/Hitachi Endosonographie-Einheit angeschafft, wobei mittels radialem und linearem Ultraschallkopf sowohl diagnostische als auch therapeutische Eingriffe vorgenommen werden können. Weiterhin ist für das Jahr 2013 die Komplettierung der Umstellung auf die aktuellste Ausführung der Olympus Exera-III-Prozessoren und neuesten Gastros- sowie Koloskopen fest eingeplant, so dass sämtliche Endoskopien in HDTV-Technik mit maximaler Auflösung erfolgen.

 

Zu guter Letzt wird das Doppelballonenteroskop ebenfalls ersetzt, so dass auch der komplette Dünndarm mittels hochauflösender Videotechnik beurteilt werden kann, wobei hier ergänzend die Kapselendoskopie zur Seite steht.

 


Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm – Ösophagogastroskopie

  • Hochauflösende HDTV-Videoendoskopie, ggf. ergänzt durch spezielle Anfärbetechniken  der Schleimhaut - Chromoendoskopie oder virtuell mittels Narrow-Band-Imagin (NBI)
  • Blutungsstillung mittels Suprareninunterspritzung, Fibrinkleber, Endoclip oder OTSC-Makroclip
  • Gummibandligaturen von Ösophagusvarizen und Histoacrylinjektion bei Fundusvarizen
  • Fremdkörperentfernung mittels Schlinge, Körbchen oder Netz
  • Therapie von Divertikeln der Speiseröhre – Mukomyotomie bei Zenkerdivertikel
  • Aufdehnung – Bougierung oder Ballondilatation – bei Engstellen
  • Stenteinlage bei tumorösen Engstellen der Speiseröhre, des Magens oder Duodenums
  • Behandlung der Achalasie durch Ballondilatation oder Injektion von Botulinumtoxin
  • Entfernung von Schleimhautveränderungen und Polypen mittels Schlinge oder Zange
  • Abtragung von Schleimhauttumoren in Kappen- oder Gummibandtechnik - endoskopische Mukosaresektion
  • Argon-Plasma-Koagulation von Gefäßanomalien – Angiodysplasien
  • Anlage von gastralen oder jejunalen Ernährungssonden – PEG/PEJ

 

 

Dünndarmspiegelung – Enteroskopie

  • Entfernung von Schleimhautveränderungen und Polypen mittels Schlinge oder Zange
  • Blutungsstillung mittels Suprareninunterspritzung, Histoacryl- und Fibrinkleber-Injektion oder Endoclip
  • Argon-Plasma-Koagulation von Gefäßanomalien – Angiodysplasien
  • Ballondilatation von Engstellen 
  • Stenteinlage bei tumorösen Engstellen
  • Doppelballon-ERCP bei am Magen voroperierten Patienten
  • Kapselendoskopie

 

Dickdarmspiegelung – Koloskopie

  • Hochauflösende HDTV-Videoendoskopie, ggf. ergänzt durch spezielle Anfärbetechniken der Schleimhaut – Chromoendoskopie oder virtuell mittels Narrow-Band-Imaging (NBI)
  • Entfernung von Schleimhautveränderungen und Polypen mittels Schlinge oder Zange
  • Endoskopische Mukosaresektion – EMR en-bloc oder in piece-meal-Technik bei ausgedehnten flachen Adenomen
  • Blutungsstillung mittels Suprareninunterspritzung, Fibrinkleber, Endoclip oder OTSC-Makroclip
  • Argon-Plasma-Koagulation von Gefäßanomalien – Angiodysplasien
  • Ballondilatation von Engstellen
  • Stenteinlage bei tumorösen Engstellen
  • Behandlung von Hämorrhoiden mittels Gummibandligatur oder Sklerosierung

 

Gallengangdarstellung mittels ERC oder PTCD

  • Therapeutische Papillotomie mittels Nadelmesser oder Papillotom
  • Ballondilatation der Papille – Sphinkteroplastie – bei großen Konkrementen
  • Steinextraktion aus dem Gallengang mittels Körbchen oder Ballon, bei sehr großen Konkrementen auch in Ergänzung mit einer mechanischen Lithotripsie oder extrakorporalen-Stoßwellen-Lithotripsie – ESWL
  • Bougierung und Dilatation von entzündlichen, postoperativen oder tumorösen Engstellen
  • Einlage von Plastik- und Metallstents bei gutartigen und tumorösen Engstellen
  • Radiofrequenzablationen bei Gallengangskarzinomen
  • Endoskopische Abtragung der Papille – Papillektomie – bei breitbasigen Adenomen
  • Perkutane transhepatische Cholangiographie mit Einlage von Drainagen – PTCD – nach Versagen der konventionellen endoskopischen Methoden, insbesondere bei schwierigen anatomischen Verhältnissen oder Patienten mit Magenvoroperationen

 

Pankreasgangdarstellung mittels ERP

  • Therapeutische Papillotomie mittels Nadelmesser oder Papillotom
  • Papillotomie der Minorpapille bei symptomatischen Patienten mit Pankreas divisum
  • Bougierung, Dilatation und Stenteinlage bei Engstellen des Pankreasganges
  • Steinextraktion mittels Körbchen – in schwierigen Fällen in Ergänzung mit ESWL

 

Endosonographie

  • Diagnostische Endosonographie mittels neuester Geräte, zur genaueren Beurteilung auch mittels Elastographie und Kontrastmittelsonographie
  • Gezielte Organpunktionen bei unklaren und tumorösen Raumforderungen
  • Endosonographisch gesteuerte Einlage von Drainagen bei Pankreaspseudozysten oder Abszessen
  • Transgastrale Nekrosektomie mittels Ballondilatation des Zugangsweges durch den Magen und Stenteinlage im Rahmen einer akut-nekrotisierenden Pankreatitis
  • transgastrale Punktion der Gallenwege mit Stenteinlage als Ergänzung und Alternative zur PTCD nach Versagen der konventionellen endoskopischen Methoden

 

Diagnostische und therapeutische Sonographie

  • 24-Stunden-Notfall-Sonographie
  • B-Bild-Sonographie von Leber, Gallenblase/Gallenwegen, Pankreas, Milz, Nieren, Gefäßen, Lymphknoten und Schilddrüse (bildliche Darstellung der inneren Organe mit Ultraschall zur Beurteilung krankhafter Veränderungen)
  • Farbdopplersonographie der Gefäße einschließlich der Anwendung signalverstärkender Ultraschall-Kontrastmittel (Messung der Durchblutung und Lokalisation von Engstellen in den Blutgefäßen)
  • Farbdopplersonographie von Lebertumoren (Beurteilung der Tumordurchblutung mittels spezieller Ultraschallverfahren, die den Blutfluss im Ultraschallbild farbig darstellen)
  • Sonographisch gezielte Punktionen (ultraschallgesteuerte Gewinnung von Gewebe oder Flüssigkeiten aus Tumoren und krankhaft veränderten Organen)
  • Elastographie zur Beurteilung des Gewebswiderstandes (z.B. Leber)
  • Sonographisch gezielte Drainagen von Ergüssen, Abzessen, Pankreas-pseudozysten etc. (Ableitung von krankhaften Flüssigkeitsansammlungen durch Einbringen eines Kunststoffschlauches (Drainage) unter Ultraschall-Kontrolle)
  • Sonographisch gezielte Leberzystenverödung

 

Gastroenterolofigisches Funktionslabor

 

In unserem gastroenterologischen Funktionslabor können wir Untersuchungen zur Erkennung von Funktionsstörungen der Speiseröhre, des Magens, des Darms, des Enddarms und der Bauchspeicheldrüse, sowie eine Kapselendoskopie des Dünndarmes durchführen.

 

Hierzu stehen modernste apparative Diagnostik sowie adäquate Räumlichkeiten zur Verfügung.

 

Eine detaillierte Beschreibung aller Leistungen unseres gastroenterologischen Funktionslabors finden Sie hier.

Chefarzt:    Prof. Dr. med. Stephan Kanzler
Laborleiter:    OÄ Dr. med. Eva Spech
Öffnungszeiten:    Montag - Donnerstag: 08:00 - 16:00 Uhr
    4. Obergeschoss, Raum 868
Terminvereinbarung:    Tel: 09721 720-2610

    Email: gastrolabor(at)leopoldina.de

Hämatologie und Onkologie

Die Behandlung bösartiger Erkrankungen in der Medizinischen Klinik 2 erfolgt für Tumore: read more
  • der Lunge
  • der Mundhöhle
  • der Speiseröhre
  • des Magens
  • des Dickdarms
  • der Bauchspeicheldrüse
  • der Leber
  • der Gallenwege
  • des lymphatischen Systems
  • des Blutes und
  • des Bindegewebes

Oberstes Ziel ist es, solche Erkrankungen zunächst in einem frühen Stadium zu erfassen, da dies jegliche Therapiemaßnahmen positiv beeinflusst. Hierzu dient uns neben der Zusammenarbeit mit der diagnostischen Radiologie und der Nuklearmedizin auch das eigene Instrumentarium an diagnostischen und therapeutischen Optionen. Viele Frühstadien von Tumoren können ganz auf endoskopischem Weg behandelt oder aber erfolgreich operiert werden. Neben der Operation steht die moderne onkologische Therapie für die Behandlung von fortgeschrittenen Tumorstadien auch auf den Säulen der Chemotherapie und der Strahlentherapie.
Gerade bei deren Abwägung von Nutzen und möglichen Nebenwirkungen ist jedoch die ausreichende Erfahrung eines speziell ausgebildeten Facharztes (Hämatologe und Onkologe) notwendig.


Die Mitwirkung eines solchen Spezialisten an der Planung aller onkologischen Therapien wird seit Jahren als eine zentrale Forderung im jüngsten Sachverständigen-Gutachten der Bundesregierung zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Deutschland angemahnt. Diese Anforderung verwirklichen wir bereits seit über 15 Jahren durchgehend in unserer Klinik. (aktuell Chefarzt Prof. Dr. Kanzler und Oberarzt Dr. Reinel).


Viele Chemotherapien können heute ambulant erfolgen. Hierbei konferieren wir auf Wunsch gerne mit den Ärzten der Umgebung, die solche Therapien anbieten und sprechen das gemeinsame Vorgehen ab. Wo dies durch ein komplexes und potenziell nebenwirkungsträchtiges Therapie-Protokoll oder wegen des allgemeinen Zustandes des Patienten nicht möglich ist, werden die Therapien stationär durchgeführt. In einer wöchentlichen Tumorkonferenz treffen sich die Spezialisten der verschiedenen Fachgebiete auch mit niedergelassenen Ärzten und Kollegen umliegender Krankenhäuser, um die Tumortherapie optimal planen zu können.


Die Chemotherapie hat heute dank potenter Begleitmedikamente viel von ihrem Schrecken verloren. Eine Reihe potenter Gegenmittel kann die Begleiterscheinungen wirkungsvoll unterdrücken und neue Substanzen zeichnen sich von vornherein durch weniger Nebenwirkungen aus.


In Kombination mit einer Chemotherapie oder allein wird auch die Strahlentherapie zur Tumorbehandlung verwendet. Diese kann von außen (extern) oder über eine für den Bestrahlungszeitraum (wenige Minuten) direkt an den Tumor herangeführte Sonde erfolgen (Afterloading).
Die letztgenannte Therapie führen wir bei Tumoren der Speiseröhre und der Lungen gemeinsam mit der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie durch.
Mit dieser Abteilung besteht auch eine enge Kooperation bei den externen Bestrahlungen, deren Planung und Ablauf in den regelmäßigen Radiotherapie-Besprechungen diskutiert wird.


Ein spezielles Arbeitsgebiet der Abteilung und eine Krebserkrankung ganz eigener Art stellen die Erkrankungen des Lymphgewebes dar. Gerade bei den sogenannten Hodgkin-Lymphomen und der anderen großen Gruppe, den Non- Hodgkin-Lymphomen, konnten in der letzten Zeit große Fortschritte gemacht werden, so dass heute selbst bei fortgeschrittenen Stadien noch hohe Heilungsraten erzielt werden können. Möglich wurde dies durch deutschlandweite Studien, in deren Rahmen die Patienten behandelt wurden und an denen auch unsere Klinik mit zahlreichen Patienten teilgenommen hat.
Bei Therapiestudien handelt es sich entgegen dem landläufigen Image nicht um "Experimente". Vielmehr wird versucht, ein schon etabliertes Vorgehen weiter zu verbessern. Der Vorteil für die Patienten besteht darin, nach den allerneusten Kenntnissen der Medizin behandelt und in ihrem Krankheitsverlauf systematisch überwacht zu werden. Der Patient wird damit nicht nur von seinem Arzt direkt, sondern im Hintergrund auch ständig von den führenden Experten für die jeweilige Erkrankung mitbehandelt.
Jede Studie muss, bevor Patienten behandelt werden dürfen, einen langen Vorlauf an Genehmigungsverfahren durchlaufen, ehe sie beginnen darf. Die Teilnahme ist dabei absolut freiwillig.


Besonderes Augenmerk bei der Behandlung von Tumorkranken gilt in den Fällen einer unheilbaren Erkrankung auch der Symptomkontrolle und Schmerztherapie. Neben der medikamentösen Therapie, an deren Verbesserung wir gemeinsam mit der Anästhesieabteilung fortlaufend arbeiten, betrifft dies auch Initiativen, die eine verbesserte Palliativmedizin in einem Akutkrankenhaus wie dem Leopoldina ermöglichen sollen.

 

Diabetologie/Endokrinologie

Die komplexen Vorgänge des Körpers werden nicht nur von unserem Nervensystem, sondern auch durch Hormone gesteuert, die in verschiedenen Drüsen produziert werden. read more

Während Erkrankungen im Zusammenhang mit Störungen der Geschlechtshormone in der Regel von der Frauenklinik oder der Urologie behandelt werden, befasst sich unsere Klinik mit Störungen der Hormone der Schilddrüse, der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), der Nebenniere sowie der Hormone des Verdauungstraktes.


Durch die Vielzahl der Erkrankten hat sich hierbei ein zusätzliches Spezialgebiet entwickelt, das sich speziell mit einem Hormon der Bauchspeicheldrüse - dem Insulin - beschäftigt, also mit Störungen des Zucker-stoffwechsels, dem Diabetes mellitus. Die hohen Anforderungen an jemanden, der sich kompetent mit dieser "Volkskrankheit" beschäftigt, mündeten in der Schaffung eines speziellen Befähigungsnachweises durch die medizinische Fachgesellschaft DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft).
Auf ärztlichem Sektor ist dies der "Diabetologe DDG", auf dem Sektor der Schulungskräfte die "Diabetesberaterin DDG". Zwei Ärzte und drei Mitarbeiterinnen der Abteilung haben diese Anerkennungen bereits erworben und widmen sich nun in unserer Diabetesberatung den Problemen von zuckerkranken Patienten und ihrer Familien. Neben der ausführlichen Schulung und Beratung der Patienten selbst gehören hierzu auch die Beratung zu Hilfsmitteln und die Einbeziehung des familiären Umfeldes.

Auch Diabetiker, die außerhalb unserer Abteilung im Leopoldina-Krankenhaus verweilen, werden auf Wunsch - ebenso wie das entsprechende Personal der jeweiligen Station - beraten. Dies ist um so wichtiger, da bekannt ist, dass ein schlecht eingestellter Zucker z.B. die Wundheilung nach einer OP verzögert.

Einen weiteren Schwerpunkt haben wir auf ein ebenso schwieriges wie wichtiges Feld gelegt: Die Versorgung des sogenannten "Diabetischen Fußes". Die hierbei oft bestehenden tiefen und infizierten Geschwüre, die früher meist zu Amputationen führten, können dank der Arbeit unserer speziell ausgebildeten Fachkräfte heute meist geheilt und der Verlust von einzelnen Zehen oder des ganzen Fußes vermieden werden.

Intensiv sind die Schulungsangebote speziell für junge Diabetiker (auch in Zusammenarbeit mit der Kinderklinik) bis hin zur Therapie mit der Insulinpumpe sowie für Schwangere, die eine Zuckerkrankheit entwickeln (Gestationsdiabetes), da deren gute Blutzuckereinstellung Schwangerschaftskomplikationen vorbeugen hilft. Aber auch bei vielen älteren Diabetikern ist ein immer wieder aufgefrischtes oder intensiviertes Wissen um die eigene Krankheit und eine Einstellung der Blutzuckerwerte wichtig, da Spätschäden vorgebeugt werden kann und nachgewiesen ist, dass zu hohe Blutzuckerwerte im Alltag dem Allgemeinzustand abträglich sind. Dies äußert sich beispielsweise in Konzentrations- und Merkschwäche, Müdigkeit, Infektneigung, Sehstörungen und weiteren Symptomen.

 

Infektiologie und Immunologie/Rheumatologie

Traditionsgemäß ist in der Medizinischen Klinik 2 die Behandlung von Infektionskrankheiten beheimatet. read more

Dies betrifft weniger alltägliche Infektionen, als vielmehr die differenziert zu behandelnden Erkrankungen wie z.B. die Tuberkulose oder die zunehmend häufigeren "mitgebrachten" Reiseerkrankungen. Einige der letztgenannten werden vor Ort diagnostiziert und behandelt, für andere stehen wir in engem und regelmäßigem Kontakt mit Spezialabteilungen wie dem Missionsärztlichen Institut in Würzburg.


Kommt es im körpereigenen Abwehrmechanismus zu Fehlsteuerungen, bei denen sich die Körperabwehr gegen eigenes Gewebe wendet, liegen Erkrankungen der Immunologie vor. Unterformen hiervon sind viele Erkrankungen des sogenannten "rheumatischen Formenkreises".
Nur die wenigsten Gelenkbeschwerden sind tatsächlich Krankheiten mit einem solchen Entstehungsmechanismus, aber umso wichtiger ist ihre Erkennung, da sie eine andere Therapie benötigen als die viel häufigeren "Abnutzungserscheinungen" an Gelenken (Arthrose), die vielen Menschen Beschwerden verursachen.

Mit diesen, ebenso wie mit immunologischen Erkrankungen des Bindegewebes (z.B. Systemischer Lupus erythematodes) oder der Gefäße (Vasculitiden), befasst sich die Medizinische Klinik 2 ebenfalls.