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Schwerpunkte der Medizinischen Klinik 1

In der Medizinischen Klinik 1 am Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt werden unter Verwendung moderner diagnostischer und therapeutischer Verfahren Patienten/innen in den Schwerpunkten Kardiologie, Nephrologie, Pneumologie, Angiologie und Internistischer Intensivmedizin behandelt.

Die Medizinische Klinik 1 vertritt ein ganzheitliches Konzept, welches im Rahmen der stationären Behandlung auch primär- und sekundärprohylaktische Maßnahmen sowie sozialmedizinische Aspekte berücksichtigt.

Im Folgenden sollen einzelne Schwerpunkte des diagnostischen und therapeutischen Spektrums dargestellt werden.

Kardiologie und Angiologie

Nicht-invasive kardio-pulmonale Funktionsdiagnostik

Im Labor für nicht-invasive kardio-pulmonale Funktionsdiagnostik werden als kardiale Basisdiagnostik neben der 12-Kanal-Elektrokardiographie die üblichen Langzeit-EKG-Untersuchungen über bis zu 7 Tage und 24-Stunden-Blutdruckmessung (Ambulantes Blutdruckmonitoring: ABDM) durchgeführt. read more

Zur pulmonalen Diagnostik in Ruhe stehen ein Bodyplethysmograph inklusive konventioneller Spirometrie, die Bestimmung der Kohlenmonoxid-Diffusionskapazität und eine Blutgasanalyseeinheit zur Verfügung. Blutgasanalysen werden zudem im Rahmen des 6-Minuten-Gehtestes und der Spiroergometrie durchgeführt, um auch latente Störungen der pulmonalen und pulmonalvaskulären Funktion, wie z.B. Frühformen von fibrotischen Lungenerkrankungen oder der pulmonalarteriellen Hypertonie unter Belastung demaskieren zu können. Atemwegsprovokationstests werden ebenfalls angeboten. 

 

Zur Abklärung von Kreislaufregulationsstörungen inklusive Bewusstseinsverlusten stehen Methoden der kardiovaskulären autonomen Funktionsdiagnostik zur Verfügung.  Diese dienen der Aufdeckung von z.B. autonomen Dysregulationen auf dem Boden eines Diabetes mellitus, eines Morbus Parkinson oder von Amyloidosen, neurokardiogenen oder auch situativen Synkopen. Hierbei wird die EKG-Aufzeichnung  mit der nicht-invasiven kontinuierlichen Blutdruckanalyse mittels Fingerplethysmographie kombiniert. Zum Einsatz kommt diese Kombination sowohl in der Durchführung des Schellongtestes, als auch der Kipptischuntersuchung. Desweiteren erfolgen Auswertungen der Kreislaufreaktion auf kontrolliert durchgeführte Valsalva- und Carotisdruck-Manöver. Die Fingerplethysmographie führen wir zudem bei speziellen Fragestellungen auch im Rahmen der Ergometrien und Spiroergometrien durch. Durch die kontinuierliche Blutdruckanalyse werden für die therapeutische Entscheidung relevante belastungsinduzierte Regulationsstörungen z.B. bei Patienten mit hypertropher Kardiomyopathie oder Aortenklappenstenosen diagnostiziert.

 

Die konventionelle Ergometrie auf dem Rad- und Laufbandergometer zur Ischämie-, Rhythmus- und Blutdruckdiagnostik bei Patienten mit dem Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung, eine arterielle Hypertonie oder eine belastungsinduzierte Herzrhythmusproblematik wird ergänzt durch die Spiroergometrie, bei welcher zusätzlich die Ventilation, die Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe bestimmt werden. Spiroergometrische Untersuchungen erfolgen zur differentialdiagnostischen Abklärung belastungsinduzierter Symptome und Leistungsminderung, zur Beurteilung der Prognose und der Therapieeffizienz bei kardialen und pulmonalen Erkrankungen oder zur Ermittlung von Trainingsintensitätsbereichen für Rehabilitation und Sport. 

 

Echokardiographie und vaskulärer Ultraschall

Unser Echokardiographielabor verfügt über 4 moderne Ultraschallgeräte, die das gesamte Spektrum des Herzultraschalls und der farbkodierten Duplexsonographie der zentralen und peripheren Gefäße abdecken. Jährlich werden mehr als 9000 Ultraschalluntersuchungen von erfahrenen Untersuchern durchgeführt. read more

Ein klinischer Schwerpunkt von überregionaler Bedeutung liegt in der transthorakalen Echokardiographie (TTE) von Kardiomyopathien. Weitere Fragestellungen gelten u.a. der Erkennung und Quantifizierung ventrikulärer Funktionsstörungen sowie angeborener und erworbener Klappenvitien. Neben den gängigen Dopplerverfahren wie Farb-, CW- und PW- Doppler kommen Gewebedoppleruntersuchungen (TDI- Tissue Doppler Imaging) und 2D-Strain zur Anwendung. Zudem werden jährlich etwa 1000 transösophageale Echokardiographien (TEE) durchgeführt. Häufigste Fragestellungen gelten der Detektion kardialer Emboliequellen sowie akuter Endokarditiden. Transthorakale und transösophageale Echokardiographien werden eingesetzt zum Monitoring interventioneller Eingriffe im Herzkatheterlabor wie der Septumablation (PTSMA) bei HOCM, Valvuloplastie von Mitral- und Aortenstenose und Verschlüssen von Vorhofseptumdefekten (ASD II und PFO).

Zur Ischämie- und Vitalitätsdiagnostik sowie zur Verifizierung von "low flow-low gradient" Aortenstenosen besteht die Möglichkeit zur Durchführung  von Stressechokardiographien.

Bei bestimmten Fragestellungen vervollständigen Echokardiographien mit Kontrastmittel und die 3D-Echokardiographie das Spektrum.

Bei angiologischen Fragestellungen werden pro Jahr über 1500 farbkodierte Duplexsonographien der zentralen und peripheren Arterien und Venen durchgeführt. Cerebrovaskuläre, intrathorakale, abdominelle und periphere Gefäßerkrankungen wie beispielsweise Carotisstenosen, Aortenaneurysmen und -dissektionen, Nierenarterienstenosen, Beinvenenthrombosen und die periphere arterielle Verschlusskrankheit können hier diagnostiziert und exakt quantifiziert werden. Die Ergebnisse der Duplexsonographie tragen wesentlich nur Therapieplanung und –steuerung des interventionellen und/oder operativen Vorgehens von Patienten/-innen mit zentraler und peripherer arterieller Verschlußkrankheit bei. 

 

Herzkatheterlabor

Im Herzkatheterlabor stehen zwei hochmoderne Herzkathetermessplätze zur Verfügung – jeweils eine bi- und monoplane Anlage. Die biplane Anlage wird exklusiv für die Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen sowie zur angiologischen Diagnostik und Therapie, die monoplane Anlage mit zusätzlichem Einsatz eines Mapping-System (CARTO) auch für die Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen genutzt. read more

Insbesondere bei Patienten/-innen mit eingeschränkter Nierenfunktion und kardialer Insuffizienz bietet dabei der Einsatz der biplanen Anlage die Option der Einsparung von Röntgenkontrastmittel zur Reduktion von KM-induzierten Komplikationen. 

Insgesamt werden jährlich mehr als 3200 diagnostische Herzkatheteruntersuchungen durchgeführt. Möglich ist dabei das spezielle diagnostische Verfahren der intrakoronaren Druckmessung mittels spezieller Druckdrähte zur Bestimmung der funktionellen Flußreserve (FFR). Neben der Koronardiagnostik werden bei der Quantifizierung von Klappenvitien, einer pulmonalen Hypertonie und von kardialen Shuntvitien routinemäßig Rechtsherzkatheteruntersuchungen durchgeführt.

 

Im Rahmen der katheterinterventionellen Therapie spielen die PCI (Aufdehnung und Versorgung mit Gefäßstützen [Stents]) von eingeengten und verschlossenen Herzkranzgefäßen mit über 800 Eingriffen / Jahr eine herausragende Rolle. Durch eine besonders vorgehaltene, fachspezifische 24-Stunden Bereitschaft wird für Herzinfarktpatienten im Bedarfsfall auch eine sofortige Akutaufdehnung eines verschlossenen Gefäßes gewährleistet. Pro Jahr werden dabei ca. 300 Patienten mit akutem Herzinfarkt versorgt. Unterstützende Verfahren wie RotablationThrombektomie und distale Protektionssysteme werden routinemäßig genutzt. Alle zusätzlichen Techniken und Maßnahmen, die zur Behandlung Schwerstkranker oder zur Behebung auftretender Komplikationen notwendig sind (z. B. intraaortale Gegenpulsationspumpe [IABP]), stehen zur Verfügung.

 

Zu einem außergewöhnlichen Schwerpunkt der Klinik hat sich in den letzten Jahren die Diagnostik und Therapie angeborener und erworbener Herzfehler entwickelt. Besonders hervorzuheben ist dabei die nationale und internationale Bedeutung der Klinik in der Behandlung der Hypertrophe obstruktiven Kardiomyopathie (HOCM) mittels katheterinterventioneller Septumablation (PTSMA). Jährlich werden im Leopoldina-Krankenhaus 70-80 interventionelle Therapien durchgeführt. Darüber hinaus bestehen zahlreiche klinische und wissenschaftliche Kooperationen mit anderen Kardiomyopathiekliniken. 

 

Bei Patienten mit Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder eine kardiale Speicherkrankheit (z.B. Amyloidose) als Ursache einer Herzmuskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen wird routinemäßig eine Myokardbiopsie (Herzmuskelgewebeentnahme) durchgeführt. 

Weiterhin werden angeborene und erworbene Herzfehler mittels Schirmchenverschluß von Scheidewanddefekten oder Klappensprengung behandelt. Hier werden in jüngerer Zeit neben der selten notwendigen Mitral- zunehmend Aortenklappensprengungen als Ultima-Ratio-Alternative zum operativen oder interventionellem Klappenersatz vorgenommen.

 

Im Rahmen des angiologischen Schwerpunktes der Klinik werden in enger Abstimmung mit den gefäßchirurgischen Kollegen des Hauses in den übrigen Gefäßregionen (Arme, Becken- und Beinarterien, Nieren, Halsschlagadern) diagnostische Untersuchungen (angiographische Darstellungen) durchgeführt und durch die Behandlung mit Ballonkathetern und Gefäßstützen Komplikationen wie Schlaganfall und Amputationen verhindert. Insgesamt werden jährlich über 100 peripheren Interventionen durchgeführt. Ebenso werden elektive und notfallmäßige Implantationen von von Gefäßstützen bei Aortenaneurysmata und –dissketionen (EVAR) vorgenommen.

Rhythmologie

Die Rhythmologie dient der Aufdeckung und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Herzrhythmusstörungen, langsame, schnelle, akut lebensbedrohliche, potentiell lebensbedrohliche und nicht lebensbedrohliche, aber für den Patienten belastende Herzrhythmusstörungen. read more

 Im Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt stehen uns alle technischen Möglichkeiten zur Verfügung, um diese verschiedenen Herzrhythmusstörungen zu identifizieren (elektrophysiologische Untersuchung) und mittels Katherterablation (Verödung) zu behandeln. Diese Art des Kathetereingriffes wird bei uns regelmäßig und routinemäßig durchgeführt. Genaueres zu Herzrhythmusstörungen, den verschiedenen Arten von Rhythmusstörungen sowie zu eletrophysiologischen Untersuchungen und Ablationen können Sie in den weiteren Abschnitten lesen.

 

Für weitere Frage zu Rhythmusstörungen oder deren Behandlungsmöglichkeiten stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Ansprechpartner:

OÄ Dr. med. S. Müller

 

Tel.: 09721 720-2487

Email: rhythmologie@leopoldina.de

Herzrhythmusstörungen

Damit das Herz einwandfrei arbeitet (Pumpleistung), ist neben einer guten Blutversorgung und intakter Herzklappen auch eine intakte „Herzelektrik“ notwendig. Das Herz besitzt hierfür eine Art „Zündkerze“, den sog. Sinusknoten, der regelmäßig einen elektrischen Impuls bildet. read more

Dieser elektrische Impuls breitet sich dann über das gesamte Herz (zunächst die Vorkammern, dann die Hauptkammern) entlang eines spezifischen Reizleitungssystems aus und führt so zu einer Kontraktion des Herzmuskels, was schließlich zum Auswurf von Blut aus dem Herz in die Hauptschlagader führt.

 

Kommt es zu Störungen dieser Herzelektrik (Herzrhythmusstörungen = Arrhythmie) kann dies entweder zu einem zu langsamen oder zu schnellen Herzschlag führen. Beide Formen können Ausdruck oder Folge einer zugrunde liegenden Herzerkrankung, wie Durchblutungsstörungen des Herzens, hoher Blutdruck, Herzmuskelentzündung, Herzschwäche und Herzklappenerkrankungen sein. Sie können aber auch bei sonst gesundem Herzen auftreten. Beschwerden, die bei Herzrhythmusstörungen auftreten, können vielfältig sein: Schwindel, Herzrasen, Herzklopfen, Ohnmachtsanfälle (Synkopen), Atemnot, Schmerzen in der Brust. 

 

Bei Rhythmusstörungen unterscheidet man schnelle (Tachykardien) und langsame (Bradykardien) sowie lebensbedrohliche und nicht lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen. Neben der Behandlung einer evtl. zugrunde liegenden Herzerkrankung kann mit Hilfe einer elektrophysiologischen Untersuchung eine Herzrhythmusstörung genauer untersucht und ggf. sofort mittels einer Verödung (Ablation) behandelt werden. In bestimmten Situationen ist die Einpflanzung eines Defibrillators  notwendig. Im Falle eines zu langsamen Herzschlages (Bradykardie) kann die Behandlung mit einem Herzschrittmacher  notwendig sein.

Unterschiedliche Arten von Herzrhythmusstörungen

Im Folgenden werden die häufigsten Herzrhythmusstörungen dargestellt. Alle unten aufgeführten Rhythmusstörungen werden in unserer Abteilung regelmäßig durch elektrophysiologische Untersuchungen und ggf. Ablation behandelt. read more

Vorhofflattern:

Bei Vorhofflattern liegt eine kreisende Erregung (s. Abb. 1), sog. Reentry-Tachykardie, im rechten Vorhof vor. Zur Beseitigung dieser Rhythmusstörung wird eine Ablationslinie zwischen Trikuspidalklappe und der Einmündung der unteren Hohlvene gesetzt. Damit wird die Kreiserregung dauerhaft unterbrochen und die Rhythmusstörung kann nicht mehr auftreten.

 

Abbildung 1: Vorhofflattern; gelber Pfeil: Kreiserregung.

 

AV-Knoten-Reentry-Tachykardie:

Auch hierbei handelt es sich um eine kreisende Erregung, allerdings liegt ein sehr kleiner Kreis (Mikroreentry) vor. Die Erregung kreist im sog. AV-Knoten, dieser stellt die natürliche elektrische Verbindung zwischen den Vorkammern und den Hauptkammern dar. Normalerweise wird der elektrische Impuls, der aus der Vorkammer kommt, über den AV-Knoten auf die Hauptkammern übertragen. Im Falle einer AV-Knoten-Reentry-Tachykardie werden durch die kreisende Erregung im AV-Knoten Vor- und Hauptkammer nahezu zeitgleich aktiviert. Behandeln kann man diese Rhythmusstörung mit einer Ablation in dem der sog. langsame Leitungsweg innerhalb des AV-Knotens verödet wird.

 

Abbildung 2: AV-Knoten-Reentry-Tachykardie; gelber Kreis: kreisende Erregung im AV-Knoten; gelbe Pfeile: gleichzeitige elektrische Erregung von Vor- und Hauptkammer

 

WPW-Syndrom:

Normalerweise hat der Mensch nur eine „elektrische Verbindung“ zwischen Vorkammer und Hauptkammer, der sog. AV-Knoten. In seltenen Fällen besteht neben dieser  eine weitere Verbindung zwischen Vor-und Hauptkammer (s. Abb. 3). Dadurch kann es dann ebenfalls zu einer großen kreisenden Erregung (Makroreentry) kommen, wobei der elektrische Impuls zunächst über den AV-Knoten auf die Hauptkammer übertragen wird, dann über die zusätzliche Leitungsbahn schnell zurück in die Vorkammer geleitet wird und von dort wieder auf die Hauptkammer usw.. Manchmal kann die Kreiserregung auch den umgekehrten Weg nehmen, d.h. von der Vorkammer über die zusätzliche Leitungsbahn auf die Hauptkammer, dann zurück über den AV-Knoten auf die Vorkammer usw.. Abhilfe kann hier geschaffen werden, indem die zusätzliche Leitungsbahn verödet wird.

 

Abbildung 3: WPW-Syndrom; grüne Linie: zusätzliche Leitungsbahn; gelbe Pfeile: Kreiserregung

 

 

Fokal Atriale Tachykardie:

Prinzipiell ist jede Herzmuskelzelle in der Lage selbstständig einen elektrischen Impuls zu erzeugen. In der Regel geschieht dies nur in der „Zündkerze“ des Herzens, dem sog. Sinusknoten. Entsteht in einem anderen Bereich ein solcher elektrischer Impuls entsteht ein Extraschlag (Extrasystole). Solche Extraschläge hat jeder Mensch. Sie sind in der Regel harmlos. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass einzelne Zellen in der Vorkammer mit hoher Frequenz solche Extraschläge erzeugen (erhöhte Automatie, s. Abb. 4). Diese können sehr schnell hintereinander auftreten und somit ebenfalls zu Herzrasen führen. Auch hier kann, indem man mit Hilfe einer dreidimensionalen Darstellung des Erregungsablaufes im Herzen (Carto-System), der Punkt der erhöhten Automatie aufgesucht werden und anschließend mittels Verödung dieses Punktes Abhilfe geschaffen werden.

 

Abbildung 4: Fokal Atriale Tachykardie; gelber Punkt: erhöhte Automatie hier im rechten Vorhof

 

Vorhofflimmern:

Vorhofflimmern ist die am häufigsten auftretende Rhythmusstörung. Es handelt sich hierbei um eine sehr komplexe Rhythmusstörung in den Vorkammern. Der Entstehungsmechanismus ist vielschichtig. Zum eine treten bei Patienten mit Vorhofflimmern häufige „Störimpulse“, deren Ursprung sich in den Lungenvenen befindet auf. Zum anderen kommt es durch Veränderungen der Vorhofmuskulatur zu kleinsten kreisenden Erregungen in der Vorkammer. Beide Mechanismen führen dazu, dass an vielen Stellen der Vorkammern gleichzeitig/kurz versetzte elektrische Impulse entstehen, die sich gegenseitig beeinflussen und somit entsteht ein total unregelmäßiger Herzschlag.

Eine große Gefahr des Vorhofflimmerns ist, dass sich Blutgerinnsel in der Vorkammer bilden. Sollte sich ein solches Blutgerinnsel aus dem Herzen lösen, kann es an anderer Stelle ein Blutgefäß verstopfen und so z.B. zu einem Schlaganfall führen.

Heutzutage ist, unter bestimmen Voraussetzungen,  auch die Ablation von Vorhofflimmern mit einer hohen Erfolgsrate durchführbar. Hierbei werden kreisförmige Ablationslinien um die Lungenvenen gesetzt um diese elektrisch vom Vorhof zu isolieren. In manchen Fällen sind noch weiter Ablationslinien in der linken Vorkammer notwendig um das Vorhofflimmern zu beseitigen.

 

Ventrikuläre Extrasystolen:

Extraschläge sind sozusagen „Fehlzündungen“ (s. Abb. 5), die nicht in der eigentlichen „Zündkerze“ dem Sinusknoten entstehen.  Diese können sowohl in der Vorkammer (atrial) oder aber der Hauptkammer (ventrikulär) auftreten und führen zu Extraschlägen, die Extrasystolen genannt werden. Jeder Mensch hat in seinem Leben Extrasystolen, die in der Regel harmlos sind. Selten treten aber extrem viele solcher Extraschläge auf, so dass sie auch die normale Pumpleistung des Herzens bzw. die Blutversorgung der inneren Organe beeinträchtigen können. Kommen alle diese Extraschläge aus einem Bereich des Herzens (kann im EKG abgelesen werden), können diese durch eine Ablation beseitigt werden.

 

Abbildung 5: Ventrikuläre Extrasystolie; gelber Punkt: „Fehlzündungen“ hier im Ausflusstrakt der rechten Hauptkammer

Elektrophysiologische Untersuchung und Ablation

Die elektrophysiologische Untersuchung wird im Herzkatheterlabor durchgeführt. Es werden dabei über die Blutgefäße in der Leiste, die örtlich betäubt wird, feine elektrische Sonden ins Herz eingebracht. Damit kann dann die „Herzelektrik“ überprüft werden und der Mechanismus bzw. der Ursprung der Rhythmusstörung genau lokalisiert werden. read more

Bei komplexen Rhythmusstörungen wird eine dreidimensionale  „Elektrische Landkarte“ (Carto-System, s. Abbildung) der Rhythmusstörung erstellt, um den Ort der Rhythmusstörung zu identifizieren. Diese oft mikroskopisch kleinen Areale können dann mittels eines speziellen Katheters, dessen Spitze durch Radiofrequenzstrom erwärmt wird, verödet (Ablation) werden. 

Bei komplexen Rhythmusstörungen, wie z.B. Vorhofflimmern muss nicht nur an einem Punkt sondern an mehreren Stellen abladiert werden, um die Rhythmusstörung zu beseitigen. Die Verödung ist in den meisten Fällen nicht schmerzhaft und wird vom Patienten nicht verspürt. Wird an bestimmten, potentiell schmerzhaften Stellen verödet, erhält der Patient zuvor entsprechende schmerzstillende Medikamente. Durch die Verödung wird die Pumpfunktion des Herzens nicht beeinträchtig. 

 

Abb. 1: Dreidimensionale Darstellung der elektrischen Erregung im Falle einer Rhythmusstörung, deren Ursprung in der rechten Hauptkammer lokalisiert ist. Der rötliche Bereich ist der Ursprung der Rhythmusstörung, nach Verödung an dieser Stelle trat die Rhythmusstörung nicht mehr auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herzschrittmacher und implantierbare Defibrillatoren

Bei Patienten mit Rhythmusstörungen, die an einem zu langsamen Herzschlag leiden oder bei denen es zum zeitweisen oder dauerhaften Aussetzen des Herzschlages kommt, ist es durch moderne Herzschrittmachersysteme heutzutage nicht nur möglich eine plötzliche Bewusstlosigkeit zu verhindern, sondern darüber hinaus, durch entsprechend individuell angepasste Programmierung, eine Erhaltung der Lebensqualität und in Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Herzerkrankung der Belastbarkeit im Alltag zu erreichen. read more

Bei Menschen mit plötzlich auftretenden schnellen und potentiell lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen (bis hin zum sogenannten plötzlichen Herztod) bieten die implantierbaren Defibrillatoren (ICD) seit vielen Jahren einen effektiven Schutz. Auch hier ist es durch die Weiterentwicklung der Geräte zunehmend möglich, dem Patienten auch im Falle des Auftretens dieses sonst fatalen Ereignisses durch entsprechende Stimulations-Einstellungen eine Schockabgabe sogar zu ersparen.

In speziellen Fällen von Patienten mit fortgeschrittener Herzschwäche bieten sogenannte biventrikuläre Schrittmacher- und Defibrillatorsysteme (das heißt es werden bewusst die rechte und linke Herzkammer unter individuell angepassten Parametern stimuliert anstatt wie sonst üblich nur die rechte Herzkammer) ein zusätzliches Therapiekonzept zur Linderung der Beschwerden und Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit. 

Die operative Implantation dieser Systeme wird von Ärztinnen und Ärzten der Medizinischen Klinik 1 teils in lokaler Betäubung oder unter Vollnarkose durchgeführt. 

Neben der entsprechenden Betreuung der Patienten im Rahmen der Implantation eines Schrittmachers oder Defibrillators ist insbesondere die patientenbezogene regelmäßige Nachsorge von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Therapie. Diese wird durch entsprechend erfahrene Untersucher in unserer Abteilung durchgeführt. Dabei werden jährlich >1000 Kontrollen von Schrittmacher- und >500 Kontrollen von Defibrillatorsystemen durchgeführt. 

 

Ihre Ansprechpartner:

OÄ Dr. med. A. Haupt

OÄ Dr. med. S. Müller

Tel. : 09721 720-2487 oder rhythmologie@leopoldina.de

Herzmuskelerkrankungen - Kardiomyopathien

Ein klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt der Medizinischen Klinik 1 liegt in der Diagnostik und Therapie von angeborenen oder erworbenen Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathie). read more

Hierunter fallen als Hauptkrankheitsbilder die dilatative (mit dilatierten Herzhöhlen), hypertrophe (mit verdickten Herzwänden) und restriktive (mit erschwerten Bluteinstrom) Kardiomyopathien, die linksventrikuläre Non-compaction Kardiomyopathie (LVNC) sowie arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (ARVC) und als infektiöse Kardiomyopathie die Herzmuskelentzündung (Myokarditis).

 

Themenschwerpunkte in der Betreuung von Patientinnen/Patienten mit einer Kardiomyopathie sind die korrekte Diagnostik und die Festlegung des optimalen therapeutischen Vorgehens. Da es sich bei einem Großteil der Erkrankungen um eine Erbkrankheit handelt, steht darüber hinaus ein Familienscreening und eine Beratung evtl. erkrankter, aber nicht symptomatischer Familienmitglieder betroffener Patientinnen/Patienten im Fokus unserer Arbeit.

 

Aktuell ist die Medizinische Klinik 1 eines von 20 ausgewählten europäischen Zentren, die sich an einer Pilotstudie der Europäischen Gesellschaft zur Epidemiologie, Diagnostik und Therapie beteiligen.

 

Ausgangspunkt der Betreuung sind die klinischen Beschwerden der Patientinnen/ Patienten mit Luftnot (Dyspnoe), Brustschmerzen (Angina pectoris), ggf. Herzrhythmusstörungen und verminderter Leistungsfähigkeit. Neben der ausführlichen Anamnese, inklusive Familienanamnese, stehen an technischen Untersuchung die gängigen Diagnostika zur Verfügung: Elektrokardiogramm (EKG), Echokardiographie (Herzultraschall), Belastungs-Untersuchungen wie Ergospirometrie und Ergometrie, Herzkatheteruntersuchung und ggf. Myokardbiopsie und Kardio-MRT. 

 

Insbesondere für die Behandlung der hypertrophen Kardiomyopathie (angeborene Verdickung des Herzmuskel) ist unsere Klinik ein national und international anerkanntes Zentrum. In der Betreuung ist zum einen die Risikostratifizierung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines plötzlichen Herztodes notwendig. Bei Identifikation eines Risikopatienten wird die Indikation zur Implantation eines automatischen Defibrillators zu prüfen sein. Bei Vorliegen einer konservativ nicht zu beherrschenden Symptomatik bieten wir als therapeutisches Verfahren die perkutane Septumablation (PTSMA) als katheterinterventionelles Verfahren an. Seit dem Jahre 2000 wurden am Leopoldina-Krankenhaus >900 Patienten behandelt.

 

Großen Wert legen wir auf die langfristige Betreuung und Behandlung der Patientinnen und Patienten mit allen notwendigen medizinischen und sozialen Aspekten der chronisch verlaufenden Erkrankung.

Sportkardiologie

Für die Trainingsplanung wird die Spiroergometrie mit der Laktatleistungsdiagnostik kombiniert. Die integrative Auswertung der ventilatorischen Schwellen und der laktatbasierten individuellen anaeroben Schwellen ermöglichen eine optimale Ermittlung der Intensitätsbereiche. read more

Die Untersuchung und Betreuung von Sportlern mit Symptomen wie Rhythmusstörungen, Schwindel oder Bewusstlosigkeiten, Brustschmerzen und ungewöhnlicher Luftnot unter und nach Belastung, Leistungsminderung nach oder unabhängig von Infekten oder auch Herzerkrankungen in der Familie und dem Wunsch zur Überprüfung des eigenen kardiovaskulären Risikos wird durch nicht-ärztliche und ärztliche Mitarbeiter mit besonderem Interesse und Erfahrung in der Sportkardiologie und den relevanten Krankheitsbildern wie Kardiomyopathien, Myokarditiden oder im Falle der älteren Sportler der koronaren Herzkrankheit durchgeführt.

Nephrologie

Nephrologie

Der Schwerpunkt Nephrologie in der Medizinischen Klinik 1 ist verantwortlich für die Diagnostik und Therapie aller Formen von Nierenerkrankungen und deren Komplikationen, sowie für die Nierenersatztherapie beim Nierenversagen.  read more

Nierenerkrankungen nehmen deutlich zu. Mittlerweile weisen bis zu 10% aller Erwachsenen eine chronische Nierenschädigung oder Nierenerkrankung auf, die häufig wenige Symptome verursachen. Neben der Gefahr, eine zunehmende Nierenfunktionsstörung bis hin zum Nierenversagen zu entwickeln, weshalb in Deutschland inzwischen etwa 100.000 Menschen an der Nierenersatztherapie oder mit einem Nierentransplantat versorgt sind, besteht bei chronischen Nierenerkrankungen ein hohes Risiko für die Entwicklung von Herz- und Gefäßerkrankungen. Da sich in den Nieren die höchste Gefäßdichte im Körper befindet, führen heute Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Arteriosklerose, die zu einer Gefäßschädigung führen, auch zu einer Schädigung der Nieren und sind inzwischen hauptverantwortlich für das dialysepflichtige Nierenversagen. 

Daher besteht in der Erkennung und Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen, die bei Nierenkranken und Dialysepatienten besonders häufig und schwer ausgeprägt sind, ein wesentlicher Schwerpunkt. Interventionelle Eingriffe zur Beseitigung von Gefäßengstellen (Stentimplantationen) an Herzkranz- oder Beingefäßen werden in enger Zusammenarbeit von Kardiologen und Nephrologen durchgeführt, wobei die Vermeidung von kontrastmittelinduzierten Nierenfunktionseinschränkungen eine besondere Beachtung findet.

Ebenso wird die Diagnostik und Katheterbehandlung von Shuntproblemen von Dialysepatienten eigenständig in der 1.Medizinischen Klinik durchgeführt. 

Ein weiterer Schwerpunkt besteht in der Abklärung und Behandlung von Bluthochdruck, wobei insbesondere schwere Hochdruckerkrankungen einerseits häufig durch Nierenerkrankungen verursacht werden, andererseits aber auch zu einer Nierenschädigung führen können.

Zur Behandlung des dialysepflichtigen Nierenversagens stehen alle modernen Nierenersatzverfahren rund um die Uhr zur Verfügung. Die Betreuung von nierentransplantierten Patienten erfolgt in enger Kooperation mit den Transplantationszentren, insbesondere der Universitätsklinik Würzburg und der Universitätsklinik Erlangen. 

 

Versorgungsschwerpunkte

  • Behandlung aller akuten und chronischen Nierenerkrankungen
  • Behandlung von Störungen des Salz- und Wasserhaushaltes
  • Stationäre Versorgung von Dialysepatienten und nierentransplantatierten Patienten
  • Diagnostik und Behandlung von Gefäßkomplikationen bei chronisch Nierenkranken
  • Diagnostik und Behandlung immunologischer und rheumatologischer Erkrankungen mit Nierenbeteiligung
  • Alle Formen der Nierenersatztherapie beim akuten und chronischen Nierenversagen
  • Anlage von Gefäßzugängen und Shunts in Kooperation mit der Chirurgischen Klinik
  • Diagnostik von Nierenerkrankungen
  • Diagnostik und Therapie von Bluthochdruckerkrankungen und deren Komplikationen
  • Spezielle nephrolologische Sonographie (farbkodierte Nierenarterien-, Transplantat- undShuntduplexsonograpahie 
  • Urindiagnostik (Urinmikroskopie)
  • Nierenbiopsie
  • Diagnostik und Intervention bei Shuntkomplikationen (Shuntangiographie und –PTA)

Dialyse und Nierenersatzverfahren

Der Dialysebereich ist verantwortlich für die Versorgung und Betreuung von stationären Dialysepatienten. Für die Nierenersatztherapie stehen 12 Dialyseplätze in einer separaten, modern ausgestatteten Dialysestation zur Verfügung, wobei eine kontinuierliche Betreuung durch eine 24 h Stunden Rufbereitschaft für Notfalldialysen gewährleistet ist.  read more

Mit Dialysegeräten der neuesten Generation, die in Schweinfurt produziert werden, werden neben der Standardbikarbonatdialyse auch alle Online-Hämofiltrations- und Hämodiafiltrationsverfahren angeboten. Darüberhinaus werden auch Spezialverfahren, wie Plasmaseparation, Immunadsorption und Lipidapherese zur Behandlung von immunologischen Erkrankungen und schweren Fettstoffwechselstörungen bereitgehalten. Dialysen von Infektionspatienten (HBV, HCV, HIV und MRSA) sind ebenfalls möglich. Peritonealdialysepatienten können betreut werden. Patienten zur Gast- oder Feriendialyse sind herzlich willkommen.

Zusätzlich stehen für die Behandlung von intensivpflichtigen Patienten und des akuten Nierenversagens intermittierende und kontinuierliche Dialyseverfahren zur Verfügung, die auch antikoagulationsfrei zur Vermeidung von Blutungskomplikationen betrieben werden.

Besonders am Herzen liegt unserem  Behandlungsteam aus erfahrenen Ärzten und Dialysepflegepersonal eine persönliche und individuelle Betreuung unserer oftmals komplex kranken Patienten, die wir meist über Jahre betreuen dürfen.

 

Leistungsangebot

  • Alle Formen der akuten und chronischen Nierenersatztherapie
  • Kontinuierliche,antikoagulationsfreie Dialyse in der Intensivmedizin (Citratdialyse)
  • Dialysebehandlung von Infektionspatienten
  • 24 h Dialysebereitschaft
  • Spezielle Verfahren (Plasmapherese, Lipidapherese, Immunadsorption)
  • Betreuung von Peritonealdialysepatienten
  • Ferien- oder Gastdialyse
  • Strukturierte Wundversorgung bei Dialysepatienten

 

Kontakt:

Dialysestation - Station 62                       Telefon: 09721 720-2424

Anfragen Gastdialyse                             

Pflegerische Leitung

Michael Mann

 

Behandlungszeiten:

Mo., Mi., Fr. von 6.30 – 18.30 Uhr

Di., Do von 7.00 – 18.00 Uhr

Sa. von 7.00 – 13.30 Uhr

anschließend Notfalldialyserufbereitschaft

Pneumologie

Pneumologie

Der Schwerpunkt Pneumologie in der Medizinischen Klinik 1 beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie aller Formen von Lungenerkrankungen und deren Komplikationen. In Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Intensivstation mit nichtinvasiven und invasiven Beatmungsformen sowie in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik 2 auch mit der Diagnostik und Behandlung von bösartigen Neubildungen der Lunge. read more

Der Schwerpunkt liegt in der Behandlung von akuten ambulant und im Krankenhaus erworbenen entzündlichen Lungenerkrankungen (Pneumonien) sowie in der Diagnostik und Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD und Asthma bronchiale), aber auch in der Diagnostik und Behandlung seltenerer Lungenerkrankungen wie der fibrosierenden Lungenerkrankungen und der pulmonalen Hypertonie. 

Zur Diagnostik nächtlicher Atemstörungen, die heute als erhöhtes Risiko z.B. für das Auftreten von Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfällen sowie auch als Ursache für einen schwer einstellbaren Bluthochdruck gesehen werden, stehen moderne Screeninggeräte zur Verfügung.

Wir führen regelmässig diagnostische und therapeutische Bronchoskopien durch, falls erforderlich, auch mit Entnahme von Gewebeproben aus der Lunge unter Röntgendurchleuchtung.

Unser Funktionslabor verfügt über einen modernen Bodyplethysmographen inklusive Spirometrie, die Bestimmung der Kohlenmonoxid-Diffusionskapazitaet nach Single-Breath-Methode und einer Blutgasanalyseeinheit. 

Blutgasanalysen werden auch im Rahmen des 6-Minuten-Gehtestes und der Spiroergometrie durchgefuührt, um latente Störungen der pulmonalen und pulmonalvaskulaeren Funktion unter Belastung demaskieren und um häusliche Sauerstoffversorgungen bei chronischen Formen der Sauerstoffminderversorgung (chronische respiratorische Partialinsuffizienz) in die Wege leiten zu können.

Des weiteren können bei V.a. Asthma bronchiale unspezifische Atemwegsprovokationstests durchgeführt werden.

Internistische Intensivmedizin