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Schwerpunkte der Neurologischen Klinik

Verwschaffen Sie sich einen kurzen Überblick über die Schwerpunkte der Neurologischen Klinik. Um detailliertere Informationen über ein Gebiet zu erhalten, klicken Sie einfach auf den [ mehr ] - Link unter dem betreffenden Absatz.

Neurosonographie (Ultraschall)

Die Neurosonographie ist eine bedeutsame nichtinvasive Untersuchungsmethode, die in erster Linie Veränderungen an den Blutgefäßen am Hals und im Kopf (z.B. Verengungen) erfassen kann. read more

Daneben ist es aber auch möglich, feingewebliche Strukturen z.B. an Nerven oder dem Gehirn zu untersuchen. Für diese differenzierten Untersuchungstechniken verfügt die Klinik für Neurologie über drei Hochleistungsultraschallgeräte mit modernster Technologie.

 

Aufgrund der hohen Anzahl an Untersuchungen (jährlich werden mehr als 2400 extra- und intracraniale Untersuchungen durchgeführt) besteht eine große Erfahrung in der Durchführung und Bewertung dieser Verfahren. Die Neurosonographie wird in unserer Klinik ausschließlich von Ärzten übernommen, die die Untersuchungsergebnisse auch entsprechend interpretieren und Behandlungsempfehlungen aussprechen können.

 

Für den Bereich der Neurosonographie sind in der Neurologischen Klinik die Oberärzte K. Dötter, Dr. Th. Fortwängler sowie Chefarzt Dr. J. Mühler verantwortlich.

 

 

 

Ein Schwerpunkt der Diagnostik liegt im Bereich der vaskulären (Gefäß-) Diagnostik der zum Gehirn führenden Blutgefäße, aber auch in der Darstellung der wichtigsten Arterien und Venen des Gehirns selbst. Dies ist wichtig bei der Behandlung und zur Vorbeugung von Schlaganfällen (Verengungen/Verletzungen der vorderen Halsschlagadern oder der Wirbelarterien).

 

 

 

Spezielle zusätzliche Untersuchungstechniken erlauben den Nachweis von kleinsten Gerinnselbildungen (sogenannten Mikroembolien) und anatomischen Besonderheiten des Kreislaufsystems ( z.B. sogenanntes offenes Foramen ovale im Herzen), deren Nachweis bedeutsam sein kann für vorbeugende Behandlungsmaßnahmen von Schlaganfällen. 

 

Die Parenchym-(Gewebe)-Sonographie des Gehirns ermöglicht Aussagen hinsichtlich unterschiedlichster neurologischer Erkrankungen. Sie wird beispielsweise eingesetzt zur Früherkennung der Parkinson-Erkrankung, aber auch zur Verlaufsbeobachtung schwerer Hirnerkrankungen (z.B. Hirnblutung) auf der Intensivstation.

 

 

Vermehrte Echogenität der Substantia nigra im Bereich des Mittelhirns als Hinweis auf eine Parkinson-Erkrankung.

 

 

Die Nervus opticus (Sehnerv)-Sonographie liefert wertvolle Hinweise auf den Funktionszustand des Sehnerven und Durchblutungsstörungen des Auges. Daneben können mittels dieser Untersuchungstechnik Veränderungen erkannt werden, die auf einen erhöhten Hirndruck (z.B. durch einen Hirntumor) hindeuten.

 

 

Nervus opticus blau umrahmt

 

 

Mittels sogenannter hochauflösender B-Bild-Sonographien können krankhafte Veränderungen des peripheren Nervensystems dargestellt werden (z.B. das sogenannte Carpaltunnelsyndrom). Ferner lassen sich Aussagen zur Struktur des Muskelgewebes treffen womit gegebenenfalls die Diagnose einer Muskelerkrankung präzisiert werden kann.

 

 

Diagnostik von Schlafstörungen/Polysomnographie

Diagnostik von Schlafstörungen mittels Polysomnographie (PSG) read more

 

Indikationen:

Eine Polysomnographie ist dort indiziert, wo

  • über hartnäckige und therapieresistente Schlafstörungen geklagt wird, die nicht auf den ersten Blick psychogener/psychiatrischer Natur sind
  • nach Fremdbetrachtung starkes Schnarchen berichtet wird, die nächtliche Atmung periodisch und/oder durch Apnoen unterbrochen ist
  • über eine Tagesschläfrigkeit geklagt wird

"Ein Multipler Schlaflatenztest (MSLT) ist - immer nach direkt vorausgehender Nachtschlafpolygraphie - zur Objektivierung einer Tageschläfrigkeit indiziert."

(aus: DGKN, Homepage)

 

Methode:

Die Neurologische Klinik des Leopoldina-Krankenhauses verfügt über die Möglichkeit einer intensivierten Screening-Untersuchung mittels eines portablen miniaturisierten PSG-Systems, dem „Somnoscreen“ des deutschen Herstellers SomnoMedics. Dieses ist konform zu den Richtlinien der AASM (American Academy of Sleep Medicine).

 

Mittels Langzeitableitung von:

  • Elektroenzephalogramm (EEG)
  • Elektrooulogramm (EOG,  Aufzeichnung der Augenbewegungen) und
  • Oberflächenelektromyogramm (EMG, elektrische Messung der Muskelaktivität)

kann die Schlaftiefe und -dauer nach den Kriterien von Rechtschaffen und Kales während der Schlafzeit bestimmt und in die Stadien "wach", Stadium 1-4 und "REM" (sogenannte "rapid eye movement"-Phase) eingeteilt werden.So erhält man Rückschlüsse auf die Schlafqualität und Schlafstörungen des Patienten.

 

Durch zusätzliche Sensoren kann auf die Ursache der Schlafstörung oder der erhöhten Tagesmüdigkeit geschlossen werden. Hinweise auf eine gestörte oder behinderte Atemmototik/Atemantrieb geben:

  • Dehnungsrezeptoren der Brust und des Abdomens
  • Thermistor zur Messung des nasalen und/oder oralen Atemflusses
  • Schnarchsenor
  • Oximeter zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung im Blut

Als häufigste Ursache für gestörte oder behinderte Atemmotorik/Atemantrieb kann hier ein sogenanntes obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom erhoben werden.

  • Lagesensoren

zeigen nächtliche Körperhaltungen auf, die eine Schlafstörung befördern und durch entsprechende Hilfsmittel oder Verhaltenshinweise korrigiert werden können

  • Bewegungssensoren der Beine

weisen auf neurologische Erkrankungen als Ursache des gestörten Schlafes hin (PLM: periodic leg movements; restless legs syndrome - Syndrom der unruhigen Beine).

 

 

 

Diese Bilder wurden mit freundlicher Genehmigung der Fa. SOMNOmedics GmbH

zur Verfügung gestellt. Alle Rechte vorbehalten.

 

Für weiterführende Informationen rund um Schlafmedizin und -diagnostik verweisen wir auf folgende Links:

 

Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin

Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie

American Academy of Sleep Medicine

AVSD e.V. (Patientenvereinigung)

 

Morbus Parkinson

In den letzten Jahren ist die Parkinson-Krankheit aufgrund der Erkrankung einiger prominenter Personen des öffentlichen Lebens, nicht zuletzt Papst Johannes Paul II., in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. read more

Prominente politische Führer der jüngeren Zeitgeschichte, die ebenfalls an einem Parkinson-Syndrom gelitten haben, waren Leonid Breschnew und Jassir Arafat. Trotzdem ist der Morbus Parkinson keine sehr neue Erkrankung, sondern war wahrscheinlich auch vor Jahrtausenden bereits bekannt, zumindest findet sich in alten ayurvedischen Schriften (1000-1500 v. Chr.) die Beschreibung eines Krankheitsbildes, das sowohl ein Zittern der Hände als auch eine körperliche Steifheit bzw. einen Verlust der Beweglichkeit umfasst. In der Neuzeit charakterisierte erstmals James Parkinson 1817 die Schüttellähmung als einheitliches Krankheitsbild. 

 

Hauptsymptome sind eine Verlangsamung der Bewegung auch als Bradykinese oder Akinese bezeichnet, eine Tonuserhöhung der Extremitäten, insbesondere der Arme (Rigor), und ein Zittern, insbesondere der Extremitäten (Tremor). In frühen Stadien der Erkrankung finden sich jedoch auch andere Symptome wie Riechstörungen, gastrointestinale Beschwerden, Schlafstörungen und schmerzhafte Verspannungen der Muskulatur, die häufig z.B. als Schulter-Arm-Syndrom oder Lumbago verkannt werden. In späteren Stadien sind nicht selten Stand- und Ganginstabilitäten zu beobachten, bei 15-30 % der Patienten finden sich zudem Hinweise auf Störungen des Gedächtnisses und der Orientierung. 

 

Die Ursache des Morbus Parkinson ist bis heute nicht bekannt. Man weiß jedoch, dass ein erblicher Anteil eine Rolle spielen kann, denn bei 15-20 % der Patienten haben Eltern oder Großeltern ebenfalls unter Symptomen wie z. B. Zittern gelitten. In 80% der Fälle wird eine toxische Ursache vermutet, die wahrscheinlich auf Umweltgifte wie Pestizide zurückzuführen ist.

 

Eine einigermaßen zufriedenstellende Behandlung der Erkrankung ist erstmals seit den frühen sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts möglich, nachdem verschiedene Forscher entdeckt haben, dass bei Parkinson-Patienten im Gehirn Dopamin fehlt. Seitdem gehört die Behandlung mit einem Vorläufer des Dopamins, dem sogenannten L-Dopa, zur Standardtherapie der Parkinson-Patienten. In den letzten 20 Jahren wurde eine Fülle von neuen Medikamenten entwickelt, die überwiegend das dopaminerge System stimulieren. Besonders hervorzuheben sind hier die Dopamin-Agonisten, die neben einer sehr guten Wirksamkeit auf die Erkrankung leider auch erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen können. Neben dieser symptomatischen Therapie hat man sich auch bemüht, Medikamente zu entwickeln, die einen Schutz auf den der Erkrankung zugrunde liegenden Zellabbau im Gehirn ausüben. In klinischen Studien konnte dies bisher jedoch noch nicht bewiesen werden. Daneben bestehen auch andere Therapieoptionen wie die physikalische Therapie. Insbesondere jedoch stereotaktische Operationen haben sich in den letzten zehn Jahren zunehmend etabliert und werden vor allem bei den Patienten eingesetzt, die auf Medikamente nicht mehr ausreichend ansprechen. Die Transplantation von embryonalen Stammzellen ist in Deutschland nicht zugelassen, wird aber intensiv erforscht. 

 

Es ist manchmal nicht einfach, die Diagnose des Morbus Parkinson zu stellen, insbesondere deshalb, weil nicht alle Symptome immer in gleicher Ausprägung vorhanden sind. Des Weiteren sind Parkinson-ähnliche Erkrankungen bekannt, die einen unterschiedlichen Verlauf nehmen können und auch anders behandelt werden müssen. Aus diesem Grunde hat sich die Neurologische Klinik des Leopoldina-Krankenhauses darauf spezialisiert, einerseits Patienten in frühen Stadien zu untersuchen und zu überprüfen, ob wirklich eine Parkinson-Krankheit vorliegt. Zum anderen treten im Laufe der Parkinson-Erkrankung bei sehr vielen Patienten Therapie- und Krankheitskomplikationen auf, die nur durch einen erfahrenen Spezialisten adäquat behandelt werden können.

 

Seit 2001 ist Herr Prof. Dr. Dr. W. Kuhn am Leopoldina-Krankenhaus tätig. Er konnte an den Universitätskliniken in Würzburg und Bochum in seiner über 25-jährigen Tätigkeit sowohl klinisch als auch wissenschaftlich eine Fülle von Untersuchungen zur Parkinson-Krankheit durchführen und betreut schwerpunktmäßig die Parkinson-Patienten des Leopoldina-Krankenhauses. 

 

Diagnostische Angebote der Neurologischen Klinik zur Abklärung der Parkinson-Krankheit:

  1. Apomorphin-Test/L-Dopa-Challenge 
  2. Kinesiologische Methoden - motorische Leistungsserie nach Schoppe, Tremoranalyse
  3. Single-Photon-Emission-Computertomographie (SPECT) in Zusammenarbeit mit der Nuklearmedizin im Hause
  4. Computertomographie, Kernspintomographie 
  5. Liquordiagnostik zum Ausschlss anderer neurodegenerativer Erkrankungen (ß-Amyloid, Tauprotein)
  6. Gentest (nur in Spezialfällen in Zusammenarbeit mit den Universitätskliniken Tübingen und Würzburg). 
  7. In Kürze: Parkinson-Bluttest
  8. Spezielle feinmotorische Tests wie z.B. standardisiertes Spiralezeichnen (in Zusammenarbeit mit der Uni-Klinik Bochum) 
  9. Tests zur Erfassung kognitiver Defizite 
  10. Erfassung autonomer Störungen (Schellong, Kipptisch-Untersuchung, Herzfrequenz-Varianzanalyse) 
  11. Homocystein-Bestimmung bei langjähriger L-Dopa-Gabe
  12. Ultraschall/Messung der Echogenität der Substantia nigra 

 

Therapeutische Angebote für alle Stadien der Erkrankung:

  1. Medikamente (z. B. L-Dopa, Dopamin-Agonisten, Rasagilin, Budipin, Selegilin, Entacapone etc.)
  2. Infusionen (z. B. Amantadinsulfat)
  3. Pflaster (z. B. Rotigotin)
  4. Pumpeninfusionen (z. B. Duodopa, Apomorphin)
  5. Zusammenarbeit mit dem Stereotaxie-Zentrum Würzburg 

 

Parkinson-Komplex-Behandlung

Seit 2013 wird im Leopoldina-Krankenhaus eine intensivierte Parkinson-Behandlung über zwei bis vier Wochen angeboten, die neben der medikamentösen Therapieoptimierung insbesondere komplementäre Behandlungsmöglichkeiten wie Logopädie, Ergotherapie und spezialisierte Krankengymnastik umfasst. Eine TaiChi-/QiGong-Gruppe ist geplant.

Interdisziplinäres NeuroOnkologisches Zentrum - INOZ

Die Diagnose „Hirntumor“ ist zwar zahlenmäßig deutlich geringer als etwa „Schlaganfall“ oder „Herzinfarkt“, für die Betroffenen bedeutet sie aber zunächst einmal einen schockierenden Einschnitt in das bisherige Leben. read more

Besonders anfangs ist die Verunsicherung groß: Wie ist die Prognose? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Muss ich operiert werden? Was bedeutet das konkret für meine Lebensplanung?

 

Wichtig ist deshalb eine umfassende und kontinuierliche ärztliche Betreuung, die sowohl diese Fragen aufnimmt als auch über alle derzeit verfügbaren Möglichkeiten der Diagnosesicherung und weiteren Behandlung verfügt. Eine solche Betreuung ist nur im Zusammenspiel verschiedener Fachdisziplinen wie Neurologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie, Strahlentherapie und Onkologie möglich.

 

In unserer Klinik werden jährlich mehr als 80 Patienten mit der Erstdiagnose eines Hirntumors (wie z.B. Astrozytom, Oligodendrogliom, Glioblastom, Ependynom, Medulloblastom, primär zerebrales Lymphom, Meningeom, Neurinom und andere Tumore) aufgenommen und behandelt, mehr als 100 Patienten werden jährlich in der Neurochirurgischen Klinik operiert.

 

Wir verfolgen hierbei einen patientenzentrierten, ganzheitlichen Therapie- und Beratungsansatz in dessen Mittelpunkt der Wille des Patienten steht und das Behandlungsziel stets dessen bestmögliche Lebensqualität ist. Die beteiligten Ärzte verfügen über ein außergewöhnlich hohes Maß an Erfahrung in der Behandlung dieser Patienten. Die Behandlung bleibt in einer Hand.

 

Die interdisziplinäre Behandlung erfolgt zum einen im Rahmen fächerübergreifender Fallbesprechungen stationärer Patienten, zum anderen in der Nachsorge und kontinuierlichen Weiterbetreuung der Betroffenen und deren Angehörigen im Rahmen einer wöchentlich stattfindenden Interdisziplinären NeuroOnkologischen Sprechstunde (INOS). In diesen Sprechstunden ist Raum für Fragen hinsichtlich der eigentlichen Erkrankung und zur Behandlung, aber auch für Probleme, die darüber hinausgehen (z.B. Begleitsymptome, Arbeit, Führerschein).

 

Das Leopoldina-Krankenhaus verfügt  aufgrund seiner hochspezialisierten Kliniken über umfassende Behandlungsmöglichkeiten. Die Neurochirurgische Klinik ist mit modernster computergestützter Neuronavigation ausgestattet. Die Bildgebung mittels CCT, MRT, fMRT und zerebraler digitaler Subtraktionsangiographie ist im Haus oder einer am Haus befindlichen Neuroradiologischen Praxis unmittelbar verfügbar, außerdem werden zwei Linearbeschleuniger vorgehalten.

 

Koordination: 

Neurologische Klinik: OA K. Dötter (Mitglied der Neuroonkologischen Arbeitsgemeinschaft) Kontakt unter 09721 720-2153

 

Beteiligte Institutionen:

 

Neurologische Klinik

  • CA Dr. Mühler, Prof. Dr. Dr. Kuhn
  • OA K. Dötter 

 

Neurochirurgische Klinik 

  • CA PD. Dr. Romstöck
  • Ltd. OA Dr. Hoch; OA Dr. Manville 

 

Strahlentherapie und Radioonkologie

  • CA Dr. Sweeney
  • OÄ Dr. Bednorz 

 

Klinische Radiologie und Neuroradiologie

  • Ltd. OA Dr. Knüpffer 

 

Allgemeine Onkologie/Medizinische Klinik 2

  • Ltd. OA Dr. Reinel 

 

Niedergelassene Ärzte

  • Niedergelassene Neurologen, Radiologen und Neurochirurgen
  • MVZ Leopoldina
  • Hausärzte 

 

 

Hier finden Sie interessante Links:

 

Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft (NOA)

Deutsche Krebsgesellschaft

Deutsche Hirntumorhilfe

Deutsches Gliomnetzwerk

EORTC

European Association for Neurooncology

National Cancer Institute

IGAN                              

 

Epilepsie

Bei den Epilepsien handelt es sich um eine der häufigen neurologischen Erkrankungen. read more

Dabei kann es zu sehr unterschiedlichen, manchmal dramatischen, aber auch diskreten neurologischen und psychiatrischen Symptomen aller Art kommen. 

Immer wenn wiederholt plötzliche Verhaltensänderungen oder Bewusstseinsstörungen beobachtet werden, kann möglicherweise eine Epilepsie vorliegen.

Gerade ältere Menschen nach Hirnschädigungen wie zum Beispiel einem Schlaganfall entwickeln im Verlauf nicht selten zusätzlich eine Epilepsie. Auch bei Demenzpatienten können zusätzlich epileptische Anfälle auftreten.

 

Mit der Diagnostik und Behandlung von Epilepsiepatienten besteht im Leopoldina-Krankenhaus langjährige Erfahrung und Kompetenz. Besonders gilt dies für Epilepsien älterer und alter Menschen.

 

Die EEG Ausbildung in unserem Hause wird durch einen EEG-Ausbilder der Deutschen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie gewährleistet.

 

Unser Leistungsspektrum:

  • Differenzialdiagnose (Klärung, ob Epilepsie vorliegt) 
  • Syndromdiagnose (Klärung, welche Art der Epilepsie vorliegt) 
  • Ätiologie (Ursachenklärung) 
  • Medikamentöse Ersteinstellung 
  • Therapie schwer behandelbarer Epilepsien 
  • Behandlung der verschiedenen Arten des sogenannten Status epilepticus auf der Neurologischen Intensivstation 
  • Beratung: Fahrtauglichkeit, Schwangerschaft, Beruf in Kooperation mit der Epilepsieberatung Unterfranken (keine Begutachtung), Kooperation, Sozialdienst
  • Implantation und Betreuung von Patienten mit Vagus-Nerv-Simulatoren (VNS therapy)

 

Unsere diagnostischen Möglichkeiten:

  • Routine-EEG mit allen Provokationsmethoden 
  • Schlafentzugs-EEG 
  • Langzeit-EEG 
  • 3-Tesla MRT mit speziellen Epilepsiesequenzen 
  • Liquorlabor (bei v.a. Autoimmunenzephalitiden mit Epilepsie) 
  • Kardiologische Zusatzdiagnostik, ggf. Kipptischuntersuchung in Kooperation mit den Kardiologen

Hier finden Sie einen Kurzbericht zur diesjährigen Ausstellung "Leben mit Epilepsie"