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Informationen rund um die Klinik für Spezielle Schmerztherapie

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen eine Reihe von Informationen rund um die Klinik für spezielle Schmerztherapie zur Verfügung.

Hilfreiche und interessante Links

Tipps und Anregungen rund um die spezielle Schmerztherapie. read more


Deutsche Schmerzliga

Forum Deutsche Schmerzliga

Spiegel_Online Chronischer Schmerz entsteht im Kopf

 

Unsere Klinik im Spiegel der Presse

Hier finden Sie Presseartikel und Veröffentlichungen aus unserer Klinik.  read more

 

Es gibt kein Patentrezept (März 2017)

Was tun, wenn der Schmerz am Steuer sitzt? (Juli 2016)

Traumreise_gegen_den_Schmerz (Februar 2013)

Magazin_Gesundheit_Mai2012 (Mai 2012)

Mehr_Macht_gegen_den_Schmerz (Oktober 2011)

Ab wann wird Schmerz eigentlich chronisch?

Ab drei bis sechs Monaten Dauer, aber auch wenn sie immer wiederkehren, können Schmerzen chronisch werden. Nicht nur die Dauer ist ausschlaggebend. read more

Zu Beginn klagt der Patient noch : „Ich habe Schmerzen“. Die Folgen von chronischen Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität in vielen Bereichen. Die Energie und Leistungsfähigkeit nimmt ab, und oft wird  u.a. durch begleitende Schlafstörungen ein Teufelskreis in Gang gesetzt. Dies führt dazu, dass gerade noch Zeit für die Alltagsverpflichtungen bleibt und Freizeitaktivitäten zu kurz kommen. Auch bleibt immer weniger Energie für soziale Kontakte und Freunde - was oft von der Umwelt  nicht verstanden wird.

 

So empfinden viele Betroffene einen steigenden Belastungsdruck, sie ziehen sich mehr und mehr zurück und die Lebensqualität sinkt. Die Folge ist zunehmende Erschöpfung und schließlich die Aussage: „Der Schmerz hat mich“.

 

Was ist ein Schmerzgedächtnis?

Bei unzureichender Behandlung können Schmerzen chronisch werden. Sie hinterlassen dann Spuren, Erinnerungen im Gehirn, ein sogenanntes "Schmerzgedächtnis" entsteht. read more

Obwohl das Schmerzgedächtnis sehr stabil ist, bleibt es nicht unveränderbar. Es gibt zwar keine Löschtaste dafür, aber der Patient selbst kann lernen, seine Schmerzen zu kontrollieren, und erhält so Einfluss zurück.

 

Wird in der Schmerztherapie eigentlich nur mit Medikamenten und Spritzen gearbeitet?

Die Betroffenen erhalten bei Bedarf selbstverständlich Medikamente, was aber nicht im Mittelpunkt der Behandlung steht. Die Patienten lernen auch durch Hilfe der Therapeuten, mit ihrem Leiden besser umzugehen. read more

Sie bekommen speziell für Schmerzpatienten geeignete Bewegungstipps (Krankengymnastik), Koordinations-, Kraft- und Ausdauertraining, und können dazu noch verhaltenstherapeutisch geschult werden, um den Schmerz auch psychisch besser zu verarbeiten. Der Einsatz der unterschiedlichen Therapieansätze und -methoden richtet sich nach den individuellen Gegebenheiten jedes einzelnen Patienten. Das Ziel der Behandlung ist immer an die jeweiligen Bedürfnisse des Einzelnen ausgerichtet und soll vor allem die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.

 

Wann ist ein stationärer Aufenthalt zur Schmerztherapie sinnvoll?

Bestehen besondere Vorerkrankungen, Risiken oder Unverträglichkeiten bei Medikamenten, so ist für die Behandlung ein stationärer Aufenthalt sinnvoll. read more

Während der stationären Therapie können eventuell auch Medikamente abgebaut und Entzugssymptome gelindert werden. Hierbei erfolgt die Mitbehandlung durch unsere erfahrenen Physiotherapeuten und bei Bedarf auch begleitende Gespräche mit Psychologen.

 

Warum ist die Wartezeit oft so lang?

Schmerztherapie ist kein Standardverfahren, sondern erfordert eine individuelle Betreuung der Patienten. Diese benötigt ausreichend Zeit, um Therapieplanung und -ablauf geordnet zu gewährleisten. read more

Ein Aufnahmegespräch beim Schmerztherapeuten dauert deshalb erheblich länger als ein üblicher Arztbesuch und die Therapie ist immer ganz individuell mit den Bedürfnissen des Patienten abzustimmen. Wesentlich ist hierbei Zeit für Gespräche und Erklärungen, um eine nachhaltige Strategie gegen den Schmerz zu finden. Daraus ergeben sich leider auch längere Wartezeiten bis zu einem Erstgespräch.

 

Was bedeutet "Multimodale Therapie"?

Das Wesentliche an Multimodaler Therapie ist die enge Zusammenarbeit verschiedener Therapierichtungen in einem gemeinsamen Behandlungskonzept. Dies erfordert häufige und enge Absprachen im Team der Behandler, aber natürlich auch individuell mit dem Patienten. read more

Therapie bedeutet in den meisten Fällen, dass der Patient jemanden aufsucht (einen Arzt, einen Therapeuten etc.), der dann die geeignete Maßnahme durchführt.
 Dabei entsteht der Eindruck, dass der Patient nichts selber gegen sein Problem unternehmen kann.

Die Multimodale Schmerztherapie verbindet verschiedene Behandlungsformen, darunter Psychotherapie, Physiotherapie und Schmerztherapie und bezieht den Schmerzpatienten als Partner dabei eng in den Behandlungsplan mit ein. Der Betroffene wird aktiv und verliert so das Gefühl des Ausgeliefertseins. Man kann diesen Ansatz auch als "ganzheitlich", d. h. Körper und Seele betreffend, umschreiben. 

Werden dagegen die Behandlungen nebeneinander und ohne Absprachen der einzelnen Therapeuten durchgeführt - also ohne einheitliches Behandlungskonzept - so nennt man das eine interdisziplinäre Therapie.

 

Wie komme ich in die Tagesklinik für Schmerztherapie?

Nach Terminvereinbarung mit unserem Sekretariat erfolgt zunächst ein Erstgespräch mit dem ärztlichen Schmerztherapeuten. Erfragt werden z. B. der Beginn und der Verlauf Ihrer Schmerzerkrankung. read more

Hierbei werden meist auch eingehende körperliche Untersuchungen durchgeführt. Nach Zusammenschau der Befunde wird gemeinsam mit dem Patienten ein Behandlungsplan erstellt und abgesprochen.

 

Ist eine Aufnahmen in die Tagesklinik sinnvoll und auch vom Patienten gewünscht, erfolgt dann in einem zweiten Schritt die Vorstellung bei den Physiotherapeuten und Psychologen der Tagesklinik.

Haben alle Therapeuten mit dem Patienten gesprochen, wird im Behandlungsteam

eine Therapieplanung aufgestellt, mit dem Patienten besprochen und ein schriftlicher Befund an den Hausarzt bzw. Facharzt geschickt.

 

Was bedeutet Mototherapie?

Zentraler Ansatz der Mototherapie ist die Bewegung und die Wechselwirkung zwischen dem Körper und der Psyche des Menschen. read more

Sie ist eine psychomotorische Therapie und zielt auf ein vernetztes Zusammenwirken von Wahrnehmung, Erleben, Bewegen und Handeln im Alltag. Mototherapie hilft Ängste zu überwinden, Selbstvertrauen aufzubauen und Schwierigkeiten zu bearbeiten.

 

Spiegeltherapie - Was ist das?

Spiegelneurone sind besondere Nervenzellen im Gehirn, die wir brauchen um zu lernen. Kinder beobachten z.B. die Handlungen der Eltern und imitieren dieses Verhalten. Auch die Fähigkeit des Mitfühlens, also unsere Reaktion auf die Gefühle anderer (z.B. Trauer, Schmerz), basiert u.a. auf den Spiegelneuronen.  read more

Schmerzen entstehen im zentralen Nervensystem über sehr komplexe Vernetzungen.

Bei Patienten mit chronischen Schmerzen, z.B. nach Nervenschäden, Amputationen oder auch Patienten mit Lähmungen, zeigt sich eine Veränderung der entsprechenden Bereiche im Gehirn.

Für das Gehirn macht es keinen Unterschied, ob eine Bewegung aktiv durchgeführt, sie nur beobachtet wird oder ob man sie sich lediglich vorstellt. Darüber hinaus ist das Gehirn in der Lage, bereits erlernte Bewegungen, die durch Schädigungen verlorengegangen sind, neu zu erlernen. Es kann sich sozusagen neu programmieren, dabei werden beispielsweise im Fall von Schlaganfall-Patienten Aufgaben von anderen Zellen übernommen. Auch in der Therapie bestimmter chronischer Schmerzarten ist die Spiegeltherapie sehr wirksam:

  • Der Patient darf und muss selbst aktiv werden - sonst kann kein Effekt eintreten
  • Sie hat keine Nebenwirkungen, kostet aber Zeit
  • Die Regelmäßigkeit des Trainings führt dazu, dass die Verantwortung für die Therapie auch beim Patienten liegt

Psychotherapie bei Schmerz?

Unter den vielen Formen der Psychotherapie unterscheidet man grundsätzlich psychodynamische Verfahren wie Psychoanalyse oder Tiefenpsychologie von der sogenannten Verhaltenstherapie: read more
  • Die psychodynamischen Behandlungsansätze berücksichtigen stärker die Kindheitserfahrungen und Entwicklung der Patienten.

  • Mithilfe der Verhaltenstherapie versucht man dagegen eher negative Gedanken, Gefühle und aktuelle Verhaltensmuster aufzuspüren, die den Schmerz aufrechterhalten oder sogar verschlimmern. Um dieses Ziel zu erreichen, können Einzel- oder Gruppengespräche unter Anleitung von Psychotherapeuten geführt werden. Es gibt aber auch verschiedene Entspannungs- und Bewegungstherapien, die dabei helfen, mit den Schmerzen besser zurechtzukommen bzw. sie zu lindern, z. B. die Angst vor Bewegungen, die mit Schmerzen verbunden sind zu überwinden.

Was ist Schmerztherapie?

In der Schmerztherapie unterscheidet man akute Schmerzphasen von chronischen Schmerzerkrankungen. Akute Schmerzen sind meist durch eine Gewebeschädigung hervorgerufen und gehen meist mit der Ausheilung des Gewebeschadens zurück. read more

Sie sind daher selbst begrenzt und haben eine Schutz- und Warnfunktion für den Organismus. Die Behandlung akuter Schmerzzustände (z.B. auch postoperative Schmerzen) ist in der Regel durch die zur Verfügung stehenden Schmerzmedikamente gut möglich.

 

Die schwierigere Aufgabe für die Schmerztherapie stellt dagegen die Behandlung chronischer Schmerzen (= lang andauernde Schmerzen) dar. Bei chronischen Schmerzen kommt es häufig zu einer Entkopplung der Schmerzen von der Gewebsschädigung, d.h. chronische Schmerzen werden mit der Zeit zu einem eigenständigen Krankheitsbild (Schmerzkrankheit). Wesentlich für die Bestimmung des chronischen Schmerzes ist eine erhebliche Beeinträchtigung des Patienten in seinen körperlichen, seelischen und sozialen Fähigkeiten. Dies beinhaltet häufig weitreichende persönliche Einschränkungen, die die Lebensqualität deutlich herabsetzen.

 

Wie erfolgt die Behandlung chronischer Schmerzen?

Zu Beginn jeder Behandlung wird eine ausführliche ärztliche Untersuchung stehen. Zunächst werden Entwicklung und Verlauf der Schmerzerkrankung eingehend erfragt. read more

Die Häufigkeit und Art der Vorbehandlungen sowie die Auswirkungen der Schmerzen auf den Alltag werden möglichst exakt erfasst. Daran schließt sich eine umfassende körperliche Untersuchung an. Auch wird der Patient gebeten, spezielle Schmerzfragebögen auszufüllen und ein Schmerz-Tagebuch zu führen.

 

Unser Behandlungskonzept für chronische Schmerzen

Die Therapie chronischer Schmerzen beinhaltet sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Behandlungsstrategien im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes. read more

Neben medizinisch-technischen Interventionen gehört das Erkennen und Vermeiden von Auslöse- und Verstärker-Mechanismen von Schmerzen zum therapeutischen Konzept, um dem Patienten einen möglichst anhaltenden Therapieeffekt zu sichern. Hierzu zählen auch Information und Beratung über Schmerzentstehung, physiotherapeutische/physikalische Therapiemethoden sowie Entspannungsverfahren (z.B. die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson).

 

 

Tagesklinik für Schmerztherapie

Chronisch Schmerzkranke werden in der Tagesklinik in Gruppen bis maximal acht Patienten teilstationär behandelt. Die Patienten sind nur tagsüber in der Klinik und abends sowie an den Wochenenden zu Hause. read more

Damit bleibt der Kontakt zum persönlichen Umfeld erhalten und die erlernten Schmerzbewältigungsstrategien können auch im Alltag erprobt werden.

 

Behandlungsteam

Das behandelnde Team besteht aus Spezialisten mit jahrelanger Erfahrung in der Behandlung chronisch schmerzkranker Patienten:

  • Medizinische Schmerztherapeuten
  • Psychologen
  • Physiotherapeuten
  • Mototherapeuten
  • Co-Therapeuten

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass durch diesen fachübergreifenden ganzheitlichen Therapieansatz im Vergleich zu „eingleisigen“ Therapien deutlich bessere und nachhaltigere Ergebnisse erzielt werden.

 

Patienten-Gruppentherapie

In einem vierwöchigen Programm werden maximal acht Patienten in einer festen Gruppe vom Therapeuten-Team betreut. Durch zusätzliche Einzeltermine bei den Therapeuten werden individuelle Hilfen zur Schmerzbewältigung erarbeitet. In die Behandlungsgruppen werden Patienten mit unterschiedlichen Schmerzdiagnosen aufgenommen. Die häufigsten Krankheitsbilder sind chronische Rückenschmerzen, schwer behandelbare Migräne oder Spannungskopfschmerzen sowie Schmerzen des Bewegungsapparats einschließlich Fibromyalgie.

 

Behandlungsziele

Neben der Linderung der Schmerzen lernen Patienten, ihre vorhandenen Fähigkeiten optimal zu nutzen und zu erweitern. Durch die Reduzierung der körperlichen, aber auch der häufig parallel auftretenden seelischen Belastungen, soll eine Verbesserung der Lebensqualität und damit auch der Leistungsfähigkeit erreicht werden.