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Von der Kunst Menschen in ihrem Sterben zu begleiten

Von links nach rechts: Dr. med. Jutta Albrecht (Chefärztin Klinik für Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, Gremiumsmitglied des Ethikkomitees im Leopoldina-Krankenhaus), Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Andreas S. Lübbe und Dipl.-Theologe Stefan Menz (Leitung Personalentwicklung, Leopoldina-Krankenhaus)

Vortrag des Onkologen und Palliativmediziners Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Andreas S. Lübbe im Leopoldina-Krankenhaus

 

Abschied nehmen vom Leben - würdevoll und nach Möglichkeit schmerzfrei, das will Prof. Dr. Andreas Lübbe seinen Patienten ermöglichen. Der Palliativmediziner hat viele Menschen am Ende ihres Lebens begleitet. Er will Sterbenden mit Zuwendung und Respekt begegnen, trotz Hochleistungsmedizin, knapper Kassen und der vielen weiteren Herausforderungen im Gesundheitssystem. Prof. Lübbe baute vor 16 Jahren in Bad Lippspringe, nordöstlich von Paderborn, eine Palliativstation und eine ambulante palliativmedizinische Versorgung auf. Daneben bildet er Ärzte, Studenten, Apotheker und Pflegekräfte im Fach Palliativmedizin aus.

 

Seinen sehr gut besuchten Vortrag eröffnete der Mediziner mit einer Statistik zur Situation der Palliativmedizin in Deutschland:

Jährlich gäbe es ca. 900.000 Sterbende, davon müssten 520.000 Menschen palliativmedizinisch behandelt werden,  aktuell seien es aber nur 100.000 Menschen.  Es gibt noch viel zu tun, die Palliativmedizin weiter zu etablieren. Lübbe hob besonders die Wichtigkeit des Erstgesprächs mit Betroffenen hervor. Hier sollte eine ehrliche Aufklärung stattfinden, um rechtzeitig die Weichen zu stellen, welchen Weg der Patient zusammen mit dem behandelnden Arzt gehen möchte.

Prof. Andreas Lübbe steht für einen interdisziplinären, ganzheitlichen Ansatz in der Palliativmedizin. Unsere Aufmerksamkeit sollte nicht nur den körperlichen, sondern auch den seelischen, spirituellen und sozialen Bedürfnissen oder Problemen der Patienten gelten.

 

In seinem aktuellen Buch „Für ein gutes Ende“, erzählt der Mediziner  von der Kunst, Sterbende an ihrem Lebensende so zu begleiten, dass sie sich geborgen fühlen und dass auf ihre Bedürfnisse eingegangen werden kann. Er berichtet von den Patienten und ihren Schicksalen, vom Umgang mit dem Sterben, von den Defiziten unseres Gesundheitssystems und den Möglichkeiten der Palliativmedizin. Ein Plädoyer darüber, worauf es ankommt in der Medizin, den Menschen.

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