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Das Leopoldina-Krankenhaus verabschiedet Prof. Dr. med. Michael Weigel in den Ruhestand

Prof. Dr. med. Hans-Ullrich Völker, Chefarzt der Pathologie, Dr. med. Elke Wiegand, Leitende Oberärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Geschäftsführer Jürgen Winter und Prof. Dr. med. Achim Wöckel, Direktor der Universitäts-Frauenklinik Würzburg verabschieden Prof. Dr. med. Michael Weigel in der Bildmitte mit seiner Ehefrau Angela. Foto: Julia Schüler

Mit einer Feierstunde – musikalisch umrahmt von der Musikschule Schweinfurt – wurde der langjährige Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe offiziell verabschiedet.

 

Prof. Dr. med. Michael Weigel prägte in seiner 20-jährigen Schaffenszeit am Leopoldina-Krankenhaus die Frauenklinik mit ihren Zentren entscheidend und mit größter Einsatzbereitschaft. Seine außergewöhnliche Fachkompetenz und seine herausragenden Fähigkeiten als Operateur wurden sowohl von Geschäftsführer Jürgen Winter als auch von Oberbürgermeister Sebastian Remelé explizit gelobt. Seine Erfahrung in der Patientenversorgung hat nicht nur den überregional ausstrahlenden Ruf der Klinik bestimmt, sondern auch eine Ärztegeneration geprägt. 

 

Prof. Weigel baute nicht nur das 2005 von seinem Vorgänger, Herrn Prof. Dr. Fritz Christ, gegründete und von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Brustkrebszentrum weiter aus, in dem nun alljährlich mehr als 300 Frauen mit Neuerkrankungen behandelt werden. Er initiierte 2009 auch die Erstzertifizierung des Gynäkologischen Krebszentrums. Neben einer umfassenden Versorgung aller Patientinnen war ihm u.a. die Etablierung schonender Operationstechniken ein Anliegen, zuletzt auch mittels roboterassistierter Verfahren. Dennoch – darauf wies die Leitende Oberärztin Dr. Elke Wiegand explizit in ihrem Grußwort hin – sei der Professor nicht jeder Mode hinterhergelaufen. Im Zentrum seiner täglichen Arbeit habe stets das Wohl der Patientin gestanden. 

 

Während seiner Amtszeit entwickelte sich – entgegen dem allgemeinen Trend –auch die Geburtshilfe sehr positiv: Gemeinsam mit der Klinik für Kinder und Jugendliche wurde zur bestmöglichen Betreuung von Risikoschwangerschaften und -geburten das Perinatalzentrum Level I etabliert. Auch der Kreißsaalbereich wurde umfassend modernisiert und entsprechend der Zahl von jährlich 1.700 Geburten erweitert.

 

Lebenslanges Lernen war die Basis von Prof. Weigels medizinischer Expertise. Prof. Dr. med. Hans-Ullrich Völker berichtete in seiner Laudatio, dass sein Kollege in den Tumorkonferenzen über jedes Detail der aktuellen Leitlinien bestens informiert war. Auch Prof. Dr. med. Achim Wöckel, Direktor der Universitäts-Frauenklinik Würzburg, wusste über ein enormes Fachwissen des scheidenden Chefarztes und eine Kooperation auf Augenhöhe zu berichten. 

 

Groß war auch das Engagement des Chefarztes in der Weiterbildung. Ein Großteil der aktuellen Oberärzte stammt aus den eigenen Reihen. Insgesamt wurden während seiner 20-jährigen Tätigkeit 28 Fachärzte ausgebildet; zwei seiner Oberärzte wurden auf Chefarztpositionen berufen.

 

Prof. Weigel selbst hatte in der Feierstunde das letzte Wort. Er dankte seinem Team aus Ärztinnen, Ärzten und Hebammen für zwei Jahrzehnte intensiver Zusammenarbeit und steter Unterstützung; allen Patientinnen dankte er für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Nicht zuletzt schloss er das Pflege- und Servicepersonal in seinen Dank ein: „Ich bin froh und dankbar, dass Sie in unseren Patientinnen keine Fälle, sondern Menschen sehen, denen wir helfen dürfen.“ 

In seinem persönlichen Rückblick erinnerte er an die schwierige Zeit der „Ärzteschwemme“, schaute staunend auf die geradezu explosionsartige Vermehrung des medizinischen Wissens, zweifelnd auf den zunehmenden administrativen Aufwand und zufrieden auf die Etablierung multipler moderner Behandlungsverfahren zurück. 

„Der Zeitpunkt zu gehen, ist jetzt optimal“, so der Chefarzt zum Abschluss. „Mit Herrn Prof. Dr. Schrauder konnte ein idealer Nachfolger gewonnen werden, das Team ist stabil und alles so bereitet, dass ich hoffentlich noch manchmal vermisst werde, aber nicht fehle.“ 

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