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„Wir wollten eine bleibende Erinnerung an uns“

Schaffe, schaffe, Amberbaum pflanzen: Schulleiter Dirk Niedoba und Gärtner Armin Heller begutachten, wie die Schülerinnen und Schüler das für den Baum vorgesehene Pflanzloch teilweise mit Erde auffüllen.

Frisch examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger pflanzen Baum im Krankenhausgarten

„Wer weiß! Vielleicht haben wir ja irgendwann mal einen richtigen kleinen Wald!“ Dirk Niedoba deutet auf eine Freifläche im Haßfurter Krankenhaus-Garten und blickt ein wenig in die Zukunft. „Unser Ziel ist es schon, dass aus der Aktion eine Tradition wird und vielleicht jedes Jahr ein weiterer Baum dazukommt.“

 

Die Aktion, die der Schulleiter der gemeinsamen Berufsfachschule für Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Krankenpflegehilfe von Haßberg-Kliniken und Leopoldina meint, haben sich die Auszubildenden des Haßfurter Abschlussjahrgangs 2019 ausgedacht. Sie pflanzten einen Baum im Garten des Haßfurter Krankenhaus.

 

„Wir wollten eine bleibende Erinnerung an uns“, berichtet Lisa Schnös. Auch der Umweltgedanke habe eine Rolle gespielt. Man wollte etwas Nachhaltiges hinterlassen. „Außerdem ist das Pflanzen für uns noch einmal so etwas wie ein krönender Abschluss der Ausbildung.“ Einer, der nach getaner Arbeit mit einem Gläschen Sekt und eigens zubereiteten Häppchen zelebriert wurde.

 

Zuvor legten Lisa Schnös und Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler aber erst einmal selbst Hand an. Unter Anleitung von Armin Heller vom Grüntrupp des Landratsamtes wurde ein gut vier Meter hoher Amberbaum gesetzt. Schaufel um Schaufel wurde das Loch rund um den Baum gefüllt. Der bekam zudem reichlich Wasser, damit sich die Wurzeln gut ausbreiten können und schnell für Halt im Boden sorgen.

 

„Der Amberbaum kommt gut mit der Trockenheit klar“, freut sich der Gärtner über die Wahl der frisch examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen. Die mussten sich zwischen drei möglichen Baumarten entscheiden. „Das schöne Laubwerk, das im Herbst bernsteinfarben wird, hat letztendlich den Ausschlag gegeben“, berichtet Stefan Heilmann. Ob er und seine Klassenkameraden bei ihrer Wahl wohl auch geahnt haben, dass Harz, Stämme, Blätter und Früchte des Amberbaums medizinisch genutzt werden? Er also eigentlich der ideale Baum für einen Krankenhausgarten ist. Seinen Namen hat er übrigens vom güldenen Herbstkleid. Bernstein heißt in Englisch nämlich amber.

 

Zwei Jahre lang wird man vom Wachstum des neuen Baums im Krankenhausgarten erst einmal wenig mitbekommen. „In dieser Zeit breiten sich vor allem die Wurzeln aus“, erklärt Armin Heller. Erst dann wird es nach und nach in die Höhe gehen. 20 und mehr Meter sind durchaus drin. Dazu eine Krone, die viel Schatten spendet, über den sich die Patienten sicher freuen werden.

 

Und wer weiß, vielleicht nutzt auch der eine oder die andere, die den Baum anno 2019 gepflanzt haben, einst einen Platz unter ihm, um dort seine Mittagspause zu verbringen oder sich auf ihren Dienst einzustimmen. Durchaus möglich, schließlich bleiben die meisten der eben examinierten Auszubildenden den Haßberg-Kliniken als Fachpflegekräfte erhalten.

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