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Die Ausbildung zum staatlich geprüften Pflegefachhelfer (m/w) - Krankenpflege

Der Pflegefachhelfer ist der Assistent der examinierten Pflegekraft und unterstützt sie bei deren Aufgaben, z.B. bei der Krankenbeobachtung oder beim Durchführen von prophylaktischen Maßnahmen. Der Pflegefachhelfer übernimmt aber auch eigenverantwortlich Tätigkeiten der Pflege auf Anordnung einer examinierten Pflegekraft.
Zu den Aufgaben des Pflegefachhelfers zählen zum Beispiel die Unterstützung eines Menschen bei der Nahrungsaufnahme, das Umbetten, der Toilettengang, die Kontrolle von Blutdruck, Puls und Temperatur, die Patientenbegleitung zu Untersuchungen, die Körperpflege, das Richten der Betten, und auch Schreibarbeiten bezüglich der Dokumentation der durchgeführten pflegerischen Tätigkeiten.

 

Pflege lernen heißt:

  • Aneignen von Wissensinhalten im Rahmen eines individuellen Lernprozesse
  • Lernfeldkonzept und Auswahl verschiedener Lernmethoden
  • Verknüpfung theoretischer und praktischer Lerneinheiten
  • Selbstständiges Lernen

Ausbildungsverlauf

Die Ausbildung dauert 1 Jahr und beginnt an unserer Schule immer zum 1. September.

Die Probezeit beträgt 3 Monate. In dieser Zeit können Sie überprüfen, ob sich Ihre Vorstellungen vom Beruf erfüllen und Sie den Anforderungen der Ausbildung gewachsen sind.

 

Die Ausbildung verläuft in theoretischen und praktischen Blöcken und umfasst:

  • in der Theorie             600 Stunden
  • in der Praxis              1000 Stunden im stationären Bereich, davon mindestens 120 Stunden in der Altenpflege 

Wir starten mit einem Einführungsblock. Hier wird eine fundierte Grundlage gelegt, damit unsere Schüler den ersten Einsatz auf Station meistern können.  

 

Ausbildungsvergütung: 

  • Nach Tarifvertrag des öffentlichen Dienst - aktuell 850,00 €

Zusätzlich erhalten unsere Auszubildenden:

  • vermögenswirksame Leistungen
  • Zulagen für Schicht- und Wochenendarbeit
  • vergünstigte, abwechslungsreiche Verpflegung in der betriebseigenen Cafeteria

 

Den Abschluss der Ausbildung bildet eine staatliche Prüfung mit:

  • Schriftlicher Prüfung
  • Praktischer Prüfung
  • Mündlicher Prüfung

Gesetzliche Grundlagen für die Ausbildung:

  • Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege (Krankenpflegegesetz - KrPflG, 2003)
  • Berufsfachschulordnung Pflegeberufe (BFSO Pflege, letzte Änderung Juni 2018)
  • Lehrplanrichtlinien für die Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe (September 2007)

Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung umfasst mindestens 60 Stunden in folgenden Themenbereichen:

Grundlagen der Pflege

160 Stunden

Berufs-, Rechts-, Sozialkunde

120 Stunden

Pflege und Betreuung

240 Stunden

Deutsch und Kommunikation

80 Stunden

 

Die theoretische Ausbildung, vor allem im Themenbereich Gesundheits- und Krankenpflege ist sehr praxisnah konzipiert. In unserem sehr gut ausgestatteten Demoraum findet fachpraktischer Unterricht statt. Hier können unsere Schüler theoretisch Gelerntes praktisch umsetzen und üben.

 

Praktische Ausbildung

Für die praktische Ausbildung bieten wir viele Fachgebiete an. Die Auszubildenden können sich somit einen guten Überblick über alle Bereiche verschaffen.

  • Innere Medizin (Kardiologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Onkologie …)
  • Chirurgie (Visceralchirurgie, Unfallchirurgie, Neurochirurgie …)
  • Gynäkologie, Urologie
  • Altenpflege

 

Die praktische Ausbildung wird durch zwei Instrumente sichergestellt:

  • Praxisbegleitung- die Lehrkräfte unserer Schule begleiten die Auszubildenden durch die praktische Ausbildung
  • Praxisanleitung- die praktische Ausbildung und Betreuung erfolgt durch pädagogisch qualifizierte PraxisanleiterInnen.  Zusätzlich führen freigestellte PraxisanleiterInnen stationsübergreifend unsere Auszubildenden schrittweise an ihre zukünftigen Aufgaben heran.

 

Perspektiven

  • Nach erfolgreichem Abschluss der einjährigen Ausbildung erhalten die Absolventen die Zugangsvoraussetzung für die dreijährige Ausbildung zum/zur Gesundheits- und KrankenpflegerIn.
  • Mit der zunehmenden Alterung der Bevölkerung wird der Bedarf an Pflegekräften deutlich steigen. Unsere Schülerinnen und Schüler haben gute Chancen in ein Beschäftigungsverhältnis am Leopoldina-Krankenhaus übernommen zu werden. Die beruflichen Perspektiven sind sehr gut.