Schwerpunkte der Klinik für Kinder und Jugendliche
Ein Schwerpunkt ist die Versorgung von Früh- und kranken Neugeborenen. Durch die neugeschaffene Mutter-Kind-Einheit sind die Wochenstation und die Neugeborenenabteilung zu einer Einheit verschmolzen. Die Einbindung der Mütter in die Pflege der Früh- und Neugeborenen ist somit jederzeit problemlos möglich.
Weitere Behandlungsschwerpunkte bilden die gesamte allgemeine Pädiatrie sowie auch die spezielle pädiatrische Intensivmedizin. Kinder mit Asthma bronchiale, Minderwuchs, Diabetes mellitus, Herz-, Nieren- oder Lungenerkrankungen, Entwicklungsstörungen, Epilepsien, psychischen und psychosomatischen Erkrankungen werden von einem Team aus speziell ausgebildeten Ärzten, Schwestern, medizinisch-technischen Angestellten und Therapeuten betreut. Ihnen stehen modernste diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung. Ein Lehrer, eine Dipl. Sozialpädagogin, eine Erzieherin und Seelsorger runden die ganzheitliche Versorgung ab.
Leistungsspektrum
In unserer Klinik können speziell aus- und weitergebildete Ärzte ein großes Spektrum an Krankheiten verschiedenster Organsysteme behandeln, auch stehen zur Diagnostik und Therapie modernste Geräte zur Verfügung.
Mit ganz wenigen Ausnahmen wie z.B. spezielle Krebserkrankungen können wir alle Erkrankungen des Kinder- und Jugendalters hier in Schweinfurt fachlich qualifiziert behandeln. Im Bedarfsfall arbeiten wir eng mit spezialisierten Zentren zusammen, um möglichst eine heimatnahe Versorgung für Ihr Kind zu gewährleisten..
Wir versuchen alle von uns durchgeführten Untersuchungen in einer dem Alter des Kindes entsprechenden freundlichen Atmosphäre durchzuführen. Die geplanten Untersuchungen und Therapien sprechen wir mit Ihnen genau durch, um Ihnen den Sinn und die Notwendigkeit der Maßnahmen verständlich und nachvollziehbar zu machen: Gegenseitiges Vertrauen ist wichtig für die Gesundung!
Unter den einzelnen Schwerpunktthemen erhalten Sie nähere Informationen über das angebotene Leistungsspektrum und die hierfür zuständigen Ansprechpartner
Leistungsspektrum Übersicht
Fächerübergreifende Betreuung
Kinderintensivstation
Infektiologie
Neuropädiatrie
Psychosomatik
Diabetologie
Allergologie + Kinderpulmonologie mit Asthma bronchiale
Kinderkardiologie
Gastroenterologie
Kinderurologie und Kindernephrologie
Fächerübergreifende Betreuung
Im Leopoldina Krankenhaus ist es Tradition, dass alle Kinder und jugendliche Patienten in der Klinik für Kinder und Jugendliche aufgenommen werden, um Ihnen eine altersgerechte Betreuung zu ermöglichen.
Den kleinen und grossen Patienten stehen so die Angebote der Kinderklinik wie Mitaufnahme eines Elternteils, Kindergarten, Schule etc. zur Verfügung.
Die Kinder werden von erfahrenen Kinderkrankenschwestern versorgt und von ausgebildeten Kinder- und Jugendfachärzten mitbetreut. Die Therapie wird in enger Zusammenarbeit mit den Fachärzten der entsprechenden Abteilung festgelegt.
Vom extremen Frühgeborenen bis hin zum jungen Erwachsenen behandelt die Klinik interdisziplinär alle pädiatrischen Patienten mit ihren alterstypischen Erkrankungen. Allgemein-, unfall- und neurochirurgische, neurologische, gynäkologische sowie urologische und HNO-Patienten werden von den Ärzten der jeweiligen Fachabteilung in Zusammenarbeit mit den Kinder- und Jugendärzten betreut.
Ihrem Kind, welches in einem passendem Umfeld gut aufgehoben ist, stehen so alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der verschiedenen Fachgebiete zur Verfügung.
Kinderintensivstation
Auf unserer Kinderintensivstation behandeln wir Patienten aller Altersgruppen, vom extremen Frühgeborenen bis hin zum 18-jährigen Jugendlichen.
Unsere Station ist sowohl räumlich als auch apparativ auf dem neuesten Stand und verfügt über 18 Betten zur Überwachung und Intensivbehandlung sowie 6 Beatmungsplätze.
Die ärztliche und pflegerische Versorgung stellt ein erfahrenes Team von intensivmedizinisch Ausgebildeten Ärzten, Neonatologen und Kinderintensivschwestern sicher.
Bei Früh- und Mehrlingsgeburten, Kaiserschnitten oder problematischen Geburten ist immer ein Team der Kinderintensivstation im Kreißsaal anwesend. Für den Fall von unerwarteten Komplikationen bei Geburten in auswärtigen Krankenhäusern steht ein Babyabholdienst mit einem Neugeborenennotarzt und einer Kinderintensivschwester rund um die Uhr zur Verfügung.
Ein Schwerpunkt der Station liegt in der Betreuung kleinster Frühgeborener sowie schwer kranker Neugeborener von Geburt an.
Das Spektrum der behandelten Erkrankungen umfasst die Betreuung nach großen Operationen aus dem Bereich der Abdominal-, Unfall- und Neurochirurgie ebenso wie die Versorgung von Patienten mit schwer verlaufenden Infektions- und inneren Erkrankungen, Vergiftungsunfällen oder Verbrennungen. Hierbei besteht eine enge Zusammenarbeit mit allen im Hause vorhandenen Fachdisziplinen.
Ein Aufenthalt auf einer Kinderintensivstation ist ein einschneidendes Ereignis, weshalb wir bemüht sind, eine einfühlsame Atmosphäre zu schaffen. Ganztägige Besuchszeiten und die Möglichkeit der Mitaufnahme einer Begleitperson ermöglichen eine frühzeitige Einbeziehung in die Pflege sowie den Erhalt eines engen Kontaktes zwischen Eltern und Kind.
Infektiologie
Infektionskrankheiten, d.h. Krankheiten, die durch Bakterien, Viren oder andere Erreger verursacht werden, spielen in der Kinderheilkunde eine große Rolle. Sie gehören sozusagen zum 'Großwerden' dazu. Aber nicht alle Infektionskrankheiten sind harmlos und können zu Hause auskuriert werden. Erkrankungen wie z.B. Nierenbecken-, Lungen-, Knochenmarks-, Hirnhautentzündungen oder schwere Durchfallerkrankungen müssen häufig im Krankenhaus behandelt werden. Manchmal machen auch eher als harmlos eingestufte Erkrankungen, wie Kinderkrankheiten, Komplikationen, die eine stationäre Therapie erforderlich machen.
Wir bitten Sie um Verständnis, wenn unsere Patienten mit ansteckenden Krankheiten – zum eigenen Schutz und auch dem der Mitpatienten - je nach Krankheitsbild das Zimmer nicht verlassen dürfen. So sollten sich z.B. Kinder mit einer Magen-Darm-Grippe nicht im Spielzimmer aufhalten.
In manchen Fällen ist sogar eine strenge Isolierung der Patienten notwendig. Besonders schwere infektiöse Krankheitsbilder müssen gegebenenfalls auf unserer Kinderintensivstation behandelt werden.
Neuropädiatrie
Ein besonderer Schwerpunkt der Kinderklinik ist die Kinderneurologie. Dabei handelt es sich um angeborene und erworbene Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Nervenfortsätze im Körper.
Jahrzehnte lange Erfahrung besteht v.a. in der Diagnostik und Behandlung der verschiedenen Epilepsien im Kindesalter.
Neben der Elektroencephalographie, kurz EEG genannt, mit Doppelbild – Videoaufzeichnung steht ein Langzeit-EEG für spezielle Fragestellungen zur Verfügung. Als bildgebende Verfahren sind die (Doppler-) Sonographie, die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) im Leopoldina Krankenhaus jederzeit vorhanden.
Der Höhepunkt unserer Arbeit ist das jährliche Epilepsieseminar, das wir zusammen mit dem niedergelassenem Kinderarzt Dr. med. Unkelbach und der Selbsthilfegruppe für anfallskranke Kinder veranstalten.
Eine sehr enge Kooperation besteht zur neurologischen Klinik, die unter anderem zur Durchführung der elektrophysiologischen Untersuchungen (evozierte Potentiale VEP, AEP, SSEP, Nervenleitgeschwindigkeit NLG und die elektrische Aktivität der Muskeln EMG) genutzt wird.
Ein weiterer Vorteil liegt in der ausgezeichneten Kooperation mit der neurochirurgischen Klinik. So können auf der einen Seite Notfälle ohne Zeitverzögerung operiert werden, auf der anderen Seite komplizierte neurochirurgische Operationen gut diagnostiziert und geplant werden.
Im Rahmen der sog. vorstationären Behandlung besteht die Möglichkeit der neuropädiatrische Langzeitbetreuung der Kinder in enger Absprache mit den niedergelassenen Kinder- und Hausärzten.
Geplant ist die konsequente entwicklungsneurologische Nachbetreuung von Risiko-, Neu- und Frühgeborenen in unserer Klinik.
Psychosomatik
Die Psychosomatische Medizin betrachtet körperliche Erkrankungen in einem ganzheitlichen Sinne nach einem bio – psycho – sozialen Krankheitsmodell. Somatoforme Störungen sind Erkrankungen, bei denen organische Ursachen nicht nachweisbar sind bzw.nicht im Vordergrund der Symptomatik stehen sondern psychische Faktoren bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptome eine bedeutsame Rolle spielen. Die Behandlung berücksichtigt die gesamte Persönlichkeit und dessen Umfeld.
Häufig vorkommende Beschwerden sind dabei wiederkehrende Kopf- und Bauchschmerzen, Kreislaufprobleme und Herzbeschwerden, Schwindel und Ohnmachtszustände, Essstörungen, Einnässen und Einkoten, Anpassungsstörungen mit emotionaler Krise in psychosozialen Konfliktsituationen, Entwicklungsstörungen sowie Störungen der frühen Kindheit (Schreien, Schlafstörungen und Fütterprobleme)
Ein interdisziplinäres Team arbeitet daran, auslösende seelische, schulische, familiäre und andere Belastungsfaktoren aufzudecken, Ursachen der Erkrankung ersichtlich und verständlich zu machen und Ansätze zu einer Beschwerdelinderung und Symptombesserung zu finden.
Diesem Psychotherapeutischen Team gehören an:
- eine Fachärztin für Kinder/Jugendmedizin, für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und für Eltern/Säuglings/Kleinkindpsychotherapie (Frau Dr. Koester-Lück)
- eine Dipl. Sozialpädagogin (FH) (Frau Hahn)
- ein Lehrer an der Schule für Kranke (Herr Grimm)
- eine Erzieherin in der Kinderklinik (Frau Forster-Keß)
- ggf. Physiotherapeuten und Seelsorgerinnen
Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Die einzelnen Arbeitsfelder:
Psychosomatische und psychosoziale Anamnese und Befunderhebung bei Patienten mit Verdacht auf eine psychosomatische Erkrankung
Einsatz diagnostischer Testverfahren
(Entwicklungsdiagnostik,Psychodiagnostik, Intelligenzdiagnostik, förderpädagogische Diagnostik, Schulleistungsdiagnostik)
Behandlung, Betreuung und Begleitung der Patienten unter Einbeziehung der Bezugspersonen (Krisenintervention, Gesprächsangebote, Erarbeitung von Lösungsstrategien als Hilfe zur Selbsthilfe, Angebot eines Entspannungsverfahrens, Unterstützung eines Selbstmanagements bei Patienten mit chronischer Erkrankung, psychosoziale Hilfsangebote, schulische Förderung, krankenpädagogische Betreuung, Einsatz und Einübung von Entspannungsverfahren, Meditation und Körperarbeit, pädagogisch orientierte Angebote im bildnerisch-kreativen, musischen und religiösen Bereich)
Aufbau eines sozialen Netzwerkes
(Beratung mit Eltern, Kindergarten, Schule, Institutionen der Jugendhilfe, Beratungsstellen, Frühförderstellen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, (schul)psychologischen und psychotherapeutischen Einrichtungen, Kinderarzt)
Planung der häuslichen Weiterbehandlung, Aufzeigen und Vermittlung von Hilfsmöglichkeiten sowie schul- und sozialrechtliche Beratung
Betreuung und Behandlung von Säuglingen/Kleinkindern und ihren Familien bei frühen Regulationsstörungen (Schreien, Ernährungsproblemen, Schlafstörungen) nach einem interaktionszentrierten Behandlungsansatz.
Diabetologie
Die Hauptgruppe unserer endokrinologischen Arbeit sind die Kinder und Jugendlichen, die an der kindlichen Zuckerkrankheit, dem sog. Diabetes mellitus Typ I erkranken. Im Einzugsbereich unserer Klinik erkranken zwischen 15 -20 Kinder/ Jahr neu.
Grundlage der Behandlung ist neben der Blutzuckermessung, dem Berechnen der Kohlenhydrate des Essens, der sog. Broteinheiten (BE) und dem Spritzen der errechneten Insulinmengen, die SCHULUNG des Patienten und deren Angehöriger.
Die psychologische Betreuung der Betroffenen ist von großer Bedeutung.
Neben der Regeleinstellung, der sog. intensivierten konventionellen Insulintherapie, kurz ICT genannt, besteht eine große Erfahrung in der Einstellung und Betreuung von Insulinpumpenpatienten.
Seit dem 01. Januar 2008 besteht eine eigenständige Diabtesambulanz der Klinik für Kinder und Jugendliche.
Ein kompetentes Team von Schwestern, Diabetesberaterinnen, Dipl. Sozialpädagogin und Ärzten kümmert sich um die Sorgen der Patienten und der Familien und führt die Schulungen durch.
Wir, die Klinik für Kinder und Jugendliche nimmt regelmäßige am bundesweiten Diabetes Qualitätsprogramm DPV teil.
Neben der Einstellung bei der Akuterkrankung ist die gute Langzeitbetreuung für die Lebensqualität und Lebensdauer (Spätschäden ) von entscheidender Bedeutung.
Eine hervorragende Zusammenarbeit besteht zur Selbsthilfegruppe SHG diabetischer Kinder und Typ I Diabetiker in Schweinfurt.
Hier können sich Betroffene und deren Familien untereinander austauschen. Zahlreiche Fortbildungen, Unternehmungen und Ausflüge zur Stärkung des Selbstbewußtseins werden jährlich durchgeführt und soweit möglich, von uns unterstützt.
Endokrinologie und Stoffwechsel
Die anderen endokrinologischen Erkrankungen sind im Gegensatz zur Diabetologie deutlich seltener.
Am häufigsten sind noch Funktionsstörungen der Schilddrüse.
Sehr selten sind Störungen der Hirnanhangsdrüse, der Nebenniere und der Keimdrüsen (Gonaden) sowie angeborene Stoffwechselerkrankungen wie die Phenylketonurie, die Galactosämie. Mit dem erweiterten Neugeborenenscreening werden immer mehr extrem seltene Stoffwechselstörungen aufgedeckt.
Die Diagnostik der Schilddrüsen- und Wachstumshormonstörungen mit Stimulations- und Nachtsekretionsprofilen wird jederzeit durchgeführt.
Auch für die Therapie und Langzeitbetreung steht Ihnen ein kompetentes Team mit Spezialwissen in Zusammenarbeit mit Ihren Kinder- und Hausärzten zur Verfügung.
Adipositas / Übergewicht im Kindes- und Jugendalter
Der Bedarf der Adipositasbehandlung bei Kindern und Jugendlichen nimmt dramatisch zu. Da die Folgeschäden dieser Volkskrankheit nur vorbeugend behandelt werden können, wird ein Kompetenzteam zur Adipositasschulung ausgebildet. Ein multimodales Behandlungskonzept zur Behandlung dieser komplexen Erkrankung wird erstellt.
Mitwirkung beim „Fit Kid“ Projekt des Walther-Rathenau- Gymnasiums
Allergologie + Kinderpulmonologie mit Asthma bronchiale
In den letzten Jahren kam es zu einer Zunahme der Allergien (Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Neurodermitis) bei Kindern. Mittlerweile leidet jedes 5. Kind unter einer Allergie. Um diesen Kindern optimal helfen zu können, ist eine frühzeitige Diagnostik wichtig. Neben einer gezielten ausführlich erhobenen Krankengeschichte und speziellen Blutuntersuchungen (RAST) sind oft Hauttestungen wie z.B. Pricktests und Untersuchungen auf Nahrungsmittelintoleranzen / -allergien nötig.
Die Reaktionsbereitschaft der Atemwege ermitteln wir mit Provokationsmethoden: Die wichtigsten bei uns durchführbaren Provokationsmethoden sind die inhalative/bronchiale Provokation und die Laufbelastung. Manche Testungen werden in enger Zusammenarbeit mit unserer Kinderintensivstation durchgeführt. Therapeutisch führen wir z.B. in Absprache mit den niedergelassenen Ärzten die Hyposensibilisierung bei Bienen- oder Wespengiftallergie durch. Patienten und Eltern beraten und schulen wir fundiert.
Ein weiteres Angebot unserer Klinik ist die Diagnostik und Therapie sowie Beratung und Schulung des Asthma bronchiale.
Das wichtigste diagnostische Hilfsmittel dabei ist die Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie). Auch für die Beurteilung des Therapieerfolges setzen wir es erfolgreich ein. Während des stationären Aufenthaltes erlernen die Kinder mit Asthma bronchiale Inhalationstechniken, atemerleichternde Übungen und eine Selbsteinschätzung ihrer Atemnot z. B. mit Hilfe von Peak-Flow-Messungen.
Kinderkardiologie
Im Vordergrund der kinderkardiologischen Erkrankungen stehen die angeborenen Herzfehler.
Diese treten mit einer Häufigkeit von ca. 8 auf 1000 Kindern / Jahr vor allem im Neugeborenenalter auf.
Hier kommt es auf eine kompetente schnelle Diagnostik an, die lebensentscheidend sein kann. Den meisten Kinder kann operativ und medikamentös geholfen werden.
Es steht ein erfahrenes Team, auch zur Diagnostik und Behandlung der im Kindesalter eher seltenen erworbenen Herz- Kreislauferkrankungen, bereit.
Neueste Technologie zur diagnostischen Abklärung mit leistungsfähiger Echocardiographie, Röntgen, Elektrocardiogramm (EKG), Langzeit - EKG, Belastungs - EKG, Blutdruck - und Langzeitblutdruckmessung, Phonocardiogramm (PKG) stehen zur Verfügung.
Es besteht Tag und Nacht eine enge Zusammenarbeit mit kinderkardiologischen und kinderherzchirurgischen Zentren.
Auch die wohnortnahe Langzeitbetreung ist in Absprache mit dem kinderkardiologischen Zentrum im Rahmen der vorstationären Behandlung jederzeit möglich.
Gastroenterologie
Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall sind einige der häufigsten Symptome im Kindesalter. Dabei muss zwischen akuten und chronischen Beschwerden unterschieden werden.
In unserer Klinik können alle gängigen Magen-Darmerkrankungen, ebenso wie Leber-, Pankreas- und andere Stoffwechselkrankheiten vom Säuglings- bis zum Jugendalter diagnostiziert und behandelt werden:
Bei allen Erkrankungen, auch bei denen, die eine Operation notwendig werden lassen, liegen diese Kinder in der Klinik für Kinder und Jugendliche und werden sowohl chirurgisch als auch kinderärztlich betreut.
Stuhl- und Blutuntersuchungen erfolgen rund um die Uhr in unserem hauseigenen Labor. Wo immer möglich, wird von uns als bildgebendes Verfahren die Sonographie eingesetzt. Damit können wir ohne Risiken und Nebenwirkungen den Bauchraum beurteilen. Hier können wir z.B. Darmeinstülpungen (Invagination) schnell erkennen, meistens durch Wassereinläufe wieder lösen und so die sonst notwendige Operation verhindern.
Besondere Tests sind
- Magen-Darm-Spiegelung
- H 2 - Atemtest bei Verdacht auf Milch- oder Fruchtzuckerzuckerunverträglichkeit
- Schweisstest zur Mucoviszidosediagnostik
- pH-Metrie zur Diagnose des gastro-ösophagealem Refluxes
- Sphinktermanometrie bei Enddarmerkrankungen / chronischer Verstopfung
- Leber- und Nierenbiopsie
Ein weiteres diagnostisches Hilfsmittel sind zum Teil verschiedene Röntgenuntersuchungen, wie z.B. eine Übersichtsaufnahme des Bauches bei Darmverschluß, die Dickdarmkontrastmitteldarstellung bei unklarer Verstopfung und die Dünndarm-Doppelkontrastdarstellung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Unsere Nuklearmedizin steht zur Verfügung, um Leberszintigraphie und Suche nach einem Meckelschen Divertikel durchzuführen.
In der heutigen Zeit sind auch psychosomatische Beschwerden, die sich bei Kindern und Jugendlichen oftmals als Bauchbeschwerden äußern nicht selten. In diesen Fällen erfolgen durch unsere Kinder- und Jugendpsychotherapeutin diagnostische und therapeutische Gespräche.
Kinderurologie und Kindernephrologie
Dieser Teilbereich beschäftigt sich mit Erkrankungen der Nieren und Harnwege, die bei Kindern vom Zeitpunkt der Geburt bis zum Erwachsenwerden auftreten. Fehlbildungen der Nieren und der ableitenden Harnwege gehören zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen überhaupt. Bleiben die Fehlbildungen unentdeckt, können sie zu bleibenden Nierenschäden, im schlimmsten Fall zum vollständigen Ausfall der Nierenfunktion führen.
Aus diesem Grunde führen wir bei allen Neugeborenen neben der sonographischen Hüft- auch eine Ultraschalluntersuchung der Nieren durch.
Im Kindes- und Jugendalter bedarf es oft auch weiterer spezieller Diagnostik wie z.B. die sonographische Restharnbestimmung, Doppleruntersuchungen der unterschiedlichsten Organe z.B. bei Verdacht auf Hodenverdrehung, Nierengefässerkrankungen etc. Die sonographische Refluxprüfung ersetzt oft die strahlenbelastende Röntgenuntersuchung.
Neben den Fehlbildungen gibt es weitere Harnabfluss- und Nierenfunktionsstörungen, die im Kindes- und Jugendalter auftreten können. Auch Harnwegsinfektionen, kindliches Einnässen, Nierensteinleiden, Bluthochdruck oder Stoffwechselerkrankungen, die direkt oder indirekt die Niere betreffen können, behandeln wir.
Neben umfangreichen allgemeinen und speziellen Blut- und Urinuntersuchungen werden z.B. auch Nierenbiopsien (Gewebeentnahme aus der Niere ) und Nierensteinzertrümmerungen durchgeführt. Endoskopische, spezielle Röntgen-, szintigraphische und Kernspinuntersuchungen sind möglich. Bei ganz kleinen Kindern ist dafür mitunter eine Narkose notwendig.
Wir haben das grosse Glück einen speziell ausgebildeten Kinderurologen im Hause zu haben. Auch die Zusammenarbeit mit unserem Radiologen, Nephrologen, Labormedizinern und anderen Fachdisziplinen läuft fächerübergreifend im Hause. Um die bestmögliche medizinische Versorgung heimatnah zu gewährleisten, stehen wir bei Bedarf in engen Kontakt zu den spezialisierten Zentren und stimmen mit ihnen unser Handeln ab.
- Herzinfarkt
- 09721/720-6262
- Schlaganfall
- 09721/720-6363
- Chirurgische Notaufnahme
- 09721/720-6601
- Internistische Notaufnahme
- 09721/720-6602
- Rezeption
- 09721/720-0


